Verspätete Offenlegung
US-Börsenaufsicht verklagt Musk wegen Twitter-Kauf
Die US-Börsenaufsicht SEC geht im Zusammenhang mit der Übernahme der Social-Media-Plattform Twitter im Jahr 2022 gegen Elon Musk vor. Dem Milliardär wird vorgeworfen, den Erwerb von mehr als fünf Prozent der Twitter-Aktien nicht rechtzeitig offengelegt zu haben, wie aus der am Dienstag beim Bundesgericht in Washington D.C. eingereichten Klage hervorgeht.
Die Verzögerung habe es Musk ermöglicht, weiterhin Twitter-Aktien zu künstlich niedrigen Preisen zu kaufen, wodurch er mindestens 150 Millionen Dollar weniger bezahlt habe. Die SEC fordert von Musk eine Geldstrafe und die Herausgabe der unrechtmäßig erzielten Gewinne. Musks Anwalt Alex Spiro wies die Vorwürfe zurück. „Herr Musk hat nichts Falsches getan, und jeder erkennt diese Farce als das, was sie ist.“
Nach den Vorschriften der SEC müssen Investoren wie Musk innerhalb von zehn Kalendertagen melden, wenn sie die Schwelle von fünf Prozent überschreiten. Die SEC erklärte, Musk habe seinen Anteil erst am 4. April 2022 offengelegt, elf Tage nach Ablauf der Frist. Zu diesem Zeitpunkt habe er bereits mehr als neun Prozent der Twitter-Aktien besessen. Der Aktienkurs von Twitter sei nach der Ankündigung um mehr als 27 Prozent in die Höhe geschnellt, so die SEC.
Musk kaufte Twitter schließlich im Oktober 2022 für 44 Milliarden Dollar und benannte es in X um.
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