US-Präsident Donald Trump hat den Bau eines Raketenabwehrschirms vom Typ des israelischen Luftabwehrsystems Iron Dome für die USA angeordnet. Es ist aber fraglich, ob dieses System für die Staaten überhaupt Sinn ergibt.
Per Dekret wies der Republikaner das US-Verteidigungsminister an, innerhalb von 60 Tagen einen Plan für die Umsetzung eines „Raketenabwehrschilds der nächsten Generation“ vorzulegen. Unter anderem durch die Entwicklung weltraumgestützter Abfangsysteme soll dieser demnach gegen ballistische Raketen, Hyperschallraketen und hoch entwickelte Marschflugkörper schützen.
In den vergangenen 40 Jahren habe die Bedrohung durch strategische Waffen der nächsten Generation nicht abgenommen, sondern sei „intensiver und komplexer“ geworden, hieß es in der Anordnung. Bezogen wurde sich dabei auf die Entwicklungen der Raketenabschussfähigkeit unbenannter Gegner.
Trump will System in den USA herstellen lassen
Zuvor hatte Trump bei einem Treffen von republikanischen Kongressabgeordneten in der Stadt Miami in Florida gesagt, dass das System „direkt hier in den USA“ hergestellt werde. Israels Iron Dome schützt das Land vor Angriffen mit Raketen sowie mit Drohnen. Seit der Inbetriebnahme des Abwehrsystems im Jahr 2011 hat der Iron Dome Tausende Raketen abgewehrt.
Fragezeichen zu Eignung für USA
Trump hatte im Wahlkampf wiederholt versprochen, eine Version von Iron Dome für die USA bauen zu lassen. Er ignorierte dabei, dass der israelische Raketenschutzschirm für Kurzstreckenbedrohungen entworfen wurde und sich daher nicht für die Verteidigung gegen Interkontinentalraketen eignet, die die Hauptgefahr für die USA darstellen. Dennoch lobte der Republikaner nun erneut das israelische System.
Der neue Verteidigungsminister Peter Hegseth hatte schon vor seinem Amtsantritt angekündigt, seine Behörde grundlegend verändern zu wollen – mit der obersten Priorität der Einstellung der Diversitätsprogramme, die Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion beim Militär fördern sollen.
Der ehemalige Fox-News-Moderator hat kaum politische Erfahrung. Bei seiner Bestätigung im US-Senat gab es auch Vorbehalte in den eigenen Reihen. Für die nötige Mehrheit im Senat brauchte es am Ende die Stimme von Vizepräsident James D. Vance, der das Patt auflöste.
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