Dramatische und bange Szenen spielten sich am Samstagnachmittag im Skigebiet von St. Johann in Tirol ab. Ein deutscher Skifahrer verlor seine Tochter (12) aus den Augen. Sie tauchte nicht mehr auf und wurde dann als vermisst gemeldet! Im Zuge einer großen Suchaktion wurde das Mädchen schwer verletzt und unterkühlt in einem Wassergraben entdeckt.
„Wir wurden gegen 16.30 Uhr alarmiert“, schildert Markus Prantl, Chef der Bergrettung St. Johann. Ein 40-jähriger Skifahrer aus Bayern, der mit seiner Tochter im Skigebiet St. Johann im Bereich des Eichenhoflifts unterwegs war, konnte die 12-Jährige nicht mehr finden.
Als der Vater über eine Kuppe fuhr, verlor er seine Tochter aus den Augen und glaubte, dass sie weiter zum Lift gefahren ist.
Die Polizei
Er war mit ihr gegen 13.45 Uhr auf der Piste „Rote 2“ talwärts gefahren. „Das Mädchen fuhr etwa 100 Meter vor dem Vater. Als dieser über eine Kuppe fuhr, verlor er seine Tochter aus den Augen und glaubte, dass sie weiter zum Lift gefahren ist“, schildert indes die Polizei.
Als der 40-Jährige seine Tochter nicht finden konnte, begann er sofort mit der Suche an jener Stelle, wo er sie aus den Augen verloren hatte. Jedoch ohne Erfolg. Er schlug Alarm. Eine große Suchaktion der Bergrettung St. Johann mit zwölf Einsatzkräften, der Alpinpolizei und der Bergbahn startete.
Der Vater hatte seine Tochter kurz vor 14 Uhr zum letzten Mal gesehen.
Markus Prantl, Ortsstellenleiter Bergrettung St. Johann
„Das vermisste Mädchen konnte schließlich gegen 17.15 Uhr von den Einsatzkräften zirka 200 Meter unterhalb der vom Vater beschriebenen Stelle in einem mit Wasser bedeckten Graben, zirka 15 Meter neben der Piste, aufgefunden werden“, schildern die Ermittler.
Stark unterkühlt, mehrere Knochen gebrochen
Das Opfer war stark unterkühlt, nicht bei vollem Bewusstsein und hatte mehrere Knochenbrüche sowie ein Polytrauma. Das schwer verletzte Mädchen wurde nach der Erstversorgung vor Ort mit dem Notarzthubschrauber „C4“ in die Klinik Innsbruck geflogen.
Laut derzeitigem Ermittlungsstand sei das Opfer mit den Skiern aus ungeklärter Ursache, „eventuell mit erhöhter Geschwindigkeit“, über den Pistenrand hinausgekommen. „Es konnte kein Fremdverschulden festgestellt werden“, so die Ermittler abschließend.
Etwaige Zeugen des Skiunfalls sollen sich bei der Polizeiinspektion Erpfendorf (Telefonnummer: 059 133 7201) melden.
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.