Mentale Fitness

Wie Kampfkunst zu mehr psychischer Stärke führt

Gesund
26.02.2025 06:00

Diese Trainingsform dient nicht nur der Selbstverteidigung oder der Verbesserung der körperlichen Fitness, sondern fördert auch mentale Stärke, Disziplin und Konzentration. Regelmäßiges Training hilft, Stress abzubauen, das Selbstbewusstsein zu steigern und Herausforderungen im Alltag gelassener zu meistern.

Jeder von uns hat täglich zu kämpfen. Gegen Erfolgsdruck, Frust, Ängste, Fremdbestimmung, vermeintliche Schwächen, Stress, aber auch mit sich selbst. Doch nur wer gelassen bleibt und sich seiner selbst bewusst ist, kann auch für sich einstehen. Selbstbewusstsein ist aber nicht angeboren, sondern lässt sich trainieren – zum Beispiel durch Kampfsportarten wie Shinergy (eine spezielle Kampfkunst, die von Kampfsportweltmeister Ronny Kokert in Wien entwickelt wurde) und Kickboxen. Hierbei werden nicht nur körperlichen Fähigkeiten verbessert, sondern auch die Psyche.

Ängste und Emotionen besser kontrollieren
Im Wiener Kampfsportverein „KampfKunstKörper“ werden diese Stile angeboten. Man pflegt dort ganz bewusst ein respektvolles, unterstützendes Miteinander, wie Trainer Tom Höfer, der hauptberuflich als Psychotherapeut arbeitet, berichtet. Dieses Umfeld bietet insbesondere Menschen, die unter Angststörungen, Traumafolgestörungen oder Depressionen leiden, einen sicheren Raum.

Mareike Appel, Kickboxwelt- und Europameisterin und ebenfalls Trainerin des Vereins, stellt daher meist mehrere Varianten einer Übung zur Auswahl. „Die Trainierenden entscheiden selbst, wie viel Körperkontakt oder Härte gewünscht ist“, erklärt sie. Dafür muss man sich selbst spüren, auf die eigenen Grenzen und die des Gegenübers Rücksicht nehmen und diese auch klar kommunizieren. Man darf immer „Stopp“ oder „weniger“ sagen.

Tom Höfer und Mareike Appel unterrichten die Kampfsportarten Shinergy und Kickboxen. (Bild: Mareike Appel/Tom Höfer)
Tom Höfer und Mareike Appel unterrichten die Kampfsportarten Shinergy und Kickboxen.

Wie Tom Höfer weiter ausführt, haben viele psychisch belastete Menschen körperliche oder emotionale Grenzüberschreitungen erlebt. Ihnen falle es oft schwer, sich wahrzunehmen, abzugrenzen und selbst zu regulieren. Sie fühlen sich in herausfordernden Situationen ausgeliefert und erstarrt, verharren in einem inneren Alarmzustand.

Das Erlernen von Verteidigungstechniken vermittelt ein Gefühl der Sicherheit und Kontrolle, das sich positiv auf das Selbstvertrauen auswirken kann. Wer im geschützten Umfeld des Trainings übt, Grenzen zu setzen und klare Signale zu senden, wenn jemand diese überschreitet, kann auch in anderen Lebensbereichen seinem Gegenüber zeigen, dass er sich nicht einschüchtern lässt.

Auch unter Druck ruhig und fokussiert bleiben
Darüber hinaus hilft die Kampfkunst, Stressresistenz aufzubauen, das heißt, die psychische Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Durch das wiederholte Training in kontrollierten Stresssituationen sowie durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen in der Meditation lernen Betroffene, ihre körperlichen Reaktionen bewusster wahrzunehmen und zu regulieren.

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