Wahl in Deutschland

Union und AfD siegten bei Salzburgs Nachbarn

Salzburg
24.02.2025 07:00
In den Gemeinden und im Wahlkreis direkt an der Grenze ähnelte das Wahlergebnis dem in ganz Deutschland. Besonders stark ist die AfD in Freilassing.

Mehr als 170.000 Bayern aus Salzburgs direkter Nachbarschaft gaben am Sonntag bei der Bundestagswahl ihre Stimme ab. Dabei ähnelten die Ergebnisse jenen im ganzen Land. Die CDU-Schwesternpartei CSU schnitt im Wahlkreis Traunstein aber noch einmal stärker ab. Die AfD hatte zwar auch in diesem Wahlkreis das größte Plus, blieb aber knapp unter dem Deutschland-weiten Ergebnis.

Die CSU kam im Wahlkreis Traunstein auf 38,8 Prozent, die AfD auf 20,1 Prozent, Platz drei ging an die Grünen (10,3) vor der SPD (9,8). Von Salzburgs ÖVP-Chefin und angehender Landeshauptfrau Karoline Edtstadler kam prompt eine Gratulation: „(CSU-Chef, Anm.) Markus Söder hat mit fast 40 Prozent Zustimmung in Bayern gezeigt, was die Menschen von der Politik erwarten.“ Interessant sind auch die Detailergebnisse in den großen Gemeinden: Etwa in Salzburgs direkt angrenzender Nachbarstadt Freilassing.

Die CSU gewann im gesamten an Salzburg grenzenden Wahlkreis Traunstein deutlich (Bild: Bad Reichenhall). (Bild: Markus Tschepp)
Die CSU gewann im gesamten an Salzburg grenzenden Wahlkreis Traunstein deutlich (Bild: Bad Reichenhall).

CSU landete in jeder Gemeinde auf Platz Eins
 Da kam die AfD auf 26 Prozent, in kaum einer Gemeinde im Wahlkreis war die Partei stärker. Auf Platz Eins kam zwar wie in allen Gemeinden die CSU, das Plus auf 31,4 Prozent betrug aber nur einen Prozentpunkt. Für die Grünen gab es ein Miniplus von 0,4 Prozentpunkten auf 9,4. In Bad Reichenhall kam die CSU auf 37,8 Prozent vor der AfD (20,9), SPD (11) und Grünen (10,2). Unter 20 Prozent blieb die AfD in Berchtesgaden (19). Dort kam die CSU auf 39,7 Prozent, Platz drei ging an die Grünen (10,3). In Traunstein, der größten Stadt des Wahlkreises, siegte die CSU (35,2), Platz zwei ging an die Grünen (16) vor der AfD (15) und der SPD (12,8). In Laufen, Oberndorfs Nachbarstadt, siegte die CSU (32,2) vor der AfD (18,9) und Grünen (13,2).

Anders als in Österreich wird in Deutschland nach dem personalisierten Verhältniswahlrecht gewählt. Das heißt, es gibt eine Erst- und eine Zweitstimme. Mit der Erststimme werden Kandidaten direkt gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei. Die Erststimme kommt allerdings nur zum Tragen, wenn die jeweilige Partei mit den Zweitstimmen die Fünf-Prozent-Hürde für den Bundestag überspringt. Das Direktmandat im Wahlkreis sicherte sich der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch für die CSU.

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