Will auf freien Fuß

René Benko muss wieder vor die Haftrichterin

Wirtschaft
26.02.2025 22:00

Spätestens am Freitag, 28. Februar, hätte die Untersuchungshaft von René Benko wieder überprüft werden müssen. Fast am letzten Drücker, nämlich am Donnerstag, wird der Rekordpleitier im Wiener Landl vor der Haftrichterin erscheinen, wie die „Krone“ erfuhr. 

Seit 23. Jänner sitzt René Benko hinter Gittern, der gefallene Immobilienjongleur muss sich seitdem mit Gefängniskost und einer etwa zehn Quadratmeter großen Zelle statt Gourmetmenüs und Protz-Villa begnügen. Seinen Tag verbringt er dem Vernehmen nach hauptsächlich in der Einzelzelle und mit stundenlangen Gesprächen mit seinen Anwälten. Arbeit ist in der Zeit der U-Haft nicht erlaubt. Die Zeit außerhalb der vier Wände, etwa im Hof der JA Josefstadt, ist streng begrenzt.

Am 31. Jänner war die U-Haft über den 47-Jährigen bereits zum ersten Mal verlängert worden. Das Gericht ging damals davon aus, dass auch weiterhin ein „dringender Tatverdacht“ bestand. Am Donnerstag um 11 Uhr werden Benkos Anwälte dennoch erneut versuchen, ihren Mandanten auf freien Fuß zu bekommen. Die Verhandlung ist nicht öffentlich, Benko wird über eine direkte Verbindung von der Justizanstalt ins Landesgericht gebracht werden.

Freilassung unwahrscheinlich
Dass Benko in nächster Zeit frei kommt, ist allerdings mehr als unwahrscheinlich. Die Untersuchungshaft muss alle zwei Monate geprüft werden, es ist zu erwarten, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft eher zeitnah Anklage erheben wird. Nach der neuen Regelung darf die U-Haft bei Ermittlungen zu einem Verbrechen, das mit mehr als fünf Jahren Haft bedroht ist, maximal zwei Jahre andauern.

Ermittlungen in mehreren Ländern
Benko war wegen Verdunkelungsgefahr und Tatbegehungsgefahr in Innsbruck festgenommen worden. Der Signa-Gründer soll „eine Rechnung gefälscht sowie versucht haben, Vermögen zu verheimlichen und dem Zugriff von Behörden, Masseverwaltern und Gläubigern zu entziehen“, wie es von der WKStA hieß. Sie ermittelt gemeinsam mit deutschen Behörden gegen Benko, nachdem sein einstiges Firmenimperium 2023 zusammengebrochen war.

Auch in anderen Ländern werden Ermittlungen gegen den Immo-Jongleur geführt.

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