Blutrache in Graz

Syrischer Clan-Streit eskalierte wegen Mädchen

Steiermark
26.02.2025 06:01

Eine brutale Blutrache unter Syrern in Graz zieht immer weitere Kreise: Jetzt sitzt bereits der dritte Bruder in Untersuchungshaft. Es geht um versuchten Mord, absichtlich schwere Körperverletzung und schwere Nötigung. Und alles begann wegen eines Mädchens.

Es ist ein wahrlich blutiger Streit unter zwei syrischen Großfamilien, der fassungslos macht: Wegen eines Mädchens, auf das einer der Syrer (25) offenbar ein Auge geworfen hatte, ist die Situation eskaliert. Denn die Österreicherin hatte schon einen jungen Mann des anderen Clans für sich auserkoren. Daraufhin wurde der kleine Bruder des 25-Jährigen einen Tag vor Weihnachten aus Rache von syrischen Landsleuten in Graz brutal verprügelt.

Familien verfeindet
Doch das wollte die verfeindete Familie nicht auf sich sitzen lassen. Ein weiterer Bruder (20) trommelte daraufhin seine Verwandten aus Flüchtlingsheimen in Wien und Innsbruck zusammen und war auf Rache. Was folgte, war ein blutiger Feldzug durch die steirische Landeshauptstadt.

Im Park wurde auch geschossen
Über Messenger-Dienste verabredeten sich die Clans zum Kampf, bewaffnet mit Eisenstangen, Messern und Schreckschusspistolen. Im Oeverseepark erlitt ein Syrer (16) eine Stichwunde im Gesäß, im Rösselmühlpark wurde einem 18-Jährigen ein Messer brutal in den Rücken gerammt, auch mit einer Pistole soll dort geschossen worden sein! Beamte des Kriminalreferats (Fachbereich 1) ermitteln unter anderem wegen versuchten Mordes.

Doch damit war die Fehde noch lange nicht zu Ende: Weiter ging es in der Ägydigasse und Annenstraße, wo Eisenstangen, Holzlatten und eine Pistole bei einer weiteren schweren Körperverletzung und einer Nötigung (ein Handy sollte übergeben werden, um weitere Gegner auszumachen) zum Einsatz kamen.

Verdächtiger vom EKO Cobra aus dem Bett geholt
Zwei Brüder (17 und 20) sowie ein 20-jähriger „Helfer“ sind bereits seit Ende des Vorjahres in U-Haft. Sie wurden in Graz und Innsbruck festgenommen. Am vergangenen Sonntag wurde nun der 25-jährige Bruder, mit dem alles begann und der auch in den Boden geschossen haben soll, bei seinen Eltern zu Hause aus dem Bett geholt und festgenommen.

In seiner eigenen Wohnung machten Cobra-Beamte eine spannende Entdeckung: Statt des 25-Jährigen wohnte dort ein Somalier, der abgeschoben werden sollte und geflohen war. Bis dato leugnen alle Beteiligten. Andere, ihnen vollkommen unbekannte Syrer, seien für sämtliche Vorfälle verantwortlich. Im Rahmen des Clan-Streits stehen weitere sechs Festnahmen in Wien und Innsbruck bevor. 

Familie übte Druck auf Opfer aus
Jener 18-jährige Syrer, an dem im Dezember der Mordversuch verübt worden war, bekam im Nachhinein übrigens Besuch von einem Onkel und anderen Verwandten der verfeindeten Großfamilie, die ihm nachdrücklich geraten haben sollen, sich seine Aussage noch einmal zu überlegen …

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