Die Vorhaben der Tiroler Landesregierung am Fernpass (Tunnel, Bemautung, etc.) sind bekanntlich umstritten. Doch nicht nur die Pläne selbst erhitzen die Gemüter, sondern auch die Kosten. Und die sollen deutlich höher sein als ursprünglich angenommen bzw. kommuniziert.
Die Fernpass-Pläne des Landes sorgen weiter für Debatten. Leider für keine positiven. „Die Landesregierung ist bisher immer durch die Lande gezogen und hat erklärt, die Fernpass-Tunnels seien für 500 Millionen Euro zu haben. Bei anderen Bauprojekten der Regierung hat man schon gesehen, dass zu Beginn immer eher niedrigere Kosten genannt werden, um alle über den Tisch zu ziehen“, sagt der grüne Klubobmann Gebi Mair zur „Krone“.
Der Preis ist um ein Fünftel höher – und das noch bevor der erste Bagger aufgefahren ist.
Gebi Mair (Grüne)
Bild: Birbaumer Christof
Genauso sei es auch beim Fernpass: „Ich habe nicht schlecht gestaunt, als die Beschluss-Unterlagen für den Landtag plötzlich nicht mehr 500 Millionen, sondern 600 Millionen Euro enthalten haben! Der Preis ist um ein Fünftel höher – und das noch bevor der erste Bagger aufgefahren ist. Um wie viel wird das Projekt dann erst im Bau teurer?“
„Privatisierung der Fernpassstraße“
Außerdem, so Mair, soll der Landtag die Fernpassstraße für mindestens 50 Jahre an eine GmbH vergeben. Mit der Folge, dass die Volksvertretung für 50 Jahre nicht mehr selbst über die Maut entscheiden kann.
„Das ist eine Privatisierung der Fernpassstraße – und das Millionengrab wird schon vor Baubeginn deutlich. Es ist jetzt an der Zeit für den Tiroler Landtag, das Projekt zu stoppen – bevor wir uns in einer Kostenfalle verstricken“, fordert der Abgeordnete.
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