Licht aus, Spot an! Egal, ob „Mission: Impossible“, „Harry Potter“ oder aktuell „Bridget Jones“. Die britische Hauptstadt lockt immer mehr Filmfans an. Tourismus zu den Drehorten boomt.
Auf dem Borough Market herrscht am Wochenende Hochbetrieb. Unter schmiedeeisernen und dunkelgrün lackierten Traversen bieten Standler Waren aus allen Ecken des Commonwealth an; zwei Etagen über ihnen rattert die U-Bahn. Im „Greedy Goat“ werden Waffeln verkauft, die nach Zimt und karamellisierter Butter duften. Nebenan gibt es frische Austern im Abverkauf um ein Pfund, umgerechnet 1,20 Euro. Im Globe-Pub gönnt sich indes ein Pensionist mit Schiebermütze sein Mittagsbier.
Ein Stockwerk höher hat im September 2024 das „Khao Bird“ Einzug gehalten. Das Thai-Restaurant von Chefkoch Mike Palmer ist für thailändische Grillspezialitäten und seine Kulisse bekannt. In den historischen Räumlichkeiten wurden nämlich alle Innenaufnahmen von Bridget Jones’ Wohnung in den ersten drei Filmen der Erfolgsgeschichte gedreht.
Wo 4. Bridget-Jones-Film in Szene gesetzt wurde
Pünktlich zum vierten Teil – „Verrückt nach ihm“ läuft seit Donnerstag in den heimischen Kinos – kann man sich in London jetzt auf die Spuren von Renée Zellwegers Paraderolle begeben. Sei es nun rund um ihr Apartment auf dem viktorianischen Markt, ihren Arbeitsplatz beim Tower oder im ruhigen Villen-Vorort Hampstead, wo sich ihr aktuelles Liebesleben einmal mehr auf skurrile Art und Weise entfaltet.
Die Bridget-Jones-Tour des größten Anbieters umfasst insgesamt zwölf Stationen, auf denen sich die 10-Millionen-Einwohner-Metropole abseits der ausgetrampelten Pfade neu entdecken lässt.
Das sogenannte Set-Jetting, also der Besuch von Drehorten, ist längst ein internationaler Reisetrend geworden. Und so zieht es Jahr für Jahr mehr Film- und Fernsehfans in die Ferne. Der Streaming-Boom trägt das seine dazu bei und vergrößert Angebot und Nachfrage dementsprechend.
In London ist der Name ohnedies Programm: Notting Hill wird seit dem Romantik-Hit aus dem Jahr 1999 unweigerlich mit Julia Roberts und Hugh Grant in Verbindung gebracht. Was wäre Paddington ohne den gleichnamigen Bären und Miss Marple?
James Bond, Mary Poppins und Mr. Bean laden ein
Sherlock Holmes, Mister Bean, James Bond, Mary Poppins oder Harry Potter – so unterschiedlich all diese Charaktere auch sind, sie haben eines gemeinsam: Sie sind weltberühmt und wurden alle in der Metropole an der Themse in Szene gesetzt.
Einen guten Überblick gibt die Blockbuster-Tour von Britmovie. Im Bus geht es durch die Stadt. An Bord werden auf den Bildschirmen bekannte Szenen gezeigt, während draußen die echten Schauplätze vorbeiziehen. Den Sprint von Geheimagent Ethan Hunt über die Blackfriars Bridge in „Mission: Impossible 6“ spielt unser Guide Fiona immer wieder ab, und sie erzählt über die Aufnahmen bei St. Paul’s Cathedral.
Im Temple-Bezirk zeigt die junge Frau auf ein Fenster und fuchtelt voll Enthusiasmus mit den Händen: „Da sprang Tom Cruise 2017 bei einer Verfolgungsjagd selbst durch die Scheibe aus Zuckerglas, obwohl er sich kurz davor bei einer anderen Szene den Fuß gebrochen hatte. Er macht bekanntlich alle Stunts selbst.“
London hat sich für den Frühling herausgeputzt
Dann geleitet die verhinderte Schauspielerin die Gruppe noch ein paar Schritte weiter zur örtlichen Kirche. Die Grundsteine der Temple Church wurden im 12. Jahrhundert gelegt, in der Verfilmung von „Da Vinci Code“ mit Tom Hanks spielt die Kirche eine entscheidende Rolle.
London ist immer eine Reise wert, nicht nur für Film-Fans. Zuletzt hat sich die Metropole neu herausgeputzt – und erstrahlt vor dem kommenden Frühling einmal mehr im Rampenlicht.
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.