Die zahlreichen Kürzungen und Zerschlagungen von US-Behörden, der Austritt aus der WHO und der Rückzug aus dem Pariser Klimaschutzabkommen haben Wissenschaftler weltweit aufgeschreckt. In den USA werden am 7. März unter dem Slogan „Stand Up for Science“ („Steht auf für die Wissenschaft“) in zahlreichen Städten Kundgebungen abgehalten. Die Hauptveranstaltung steigt in Washington D.C. Auch in Wien wird demonstriert, um ein Zeichen gegen Wissenschaftsfeindlichkeit zu setzen.
In den USA finde aktuell unter Präsident Donald Trump ein „beispielloser Angriff auf die Freiheit der Wissenschaft“ statt, befinden Vertreter der österreichischen „Scientists for Future“-Bewegung. Aber auch in Österreich und Europa nehme das „wissenschaftsfeindliche Klima“ zu. Aus diesem Grund ruft die Vereinigung am nächsten Freitag (7. März) zu einer Kundgebung vor der Universität Wien und einem „March for Science“ („Marsch für die Wissenschaft“) zum Ballhausplatz auf, wie man am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte.
„Marsch für Wissenschaft“ mit namhaften Unterstützern
Es gehe darum, auch in Europa ein Zeichen zu setzen, dass sich derartige Abläufe nicht in unseren Breiten abspielen, so die Initiatoren und Unterstützer der Initiative, unter denen sich u.a. die Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb, der Klimapolitik-Experte Reinhard Steurer oder die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter finden.
Man wolle „die Unabhängigkeit des Denkens und Forschens“ verteidigen, wird Kromp-Kolb in der Aussendung zitiert. Stelle man die freie Wissenschaft infrage, werde dies „die darauf errichtete Zivilisation ins Wanken bringen“, warnt Steurer.
Bereits 2017 Protest gegen wissenschaftskritischen Trump
Unter dem Motto „March for Science“ demonstrierten bereits im April 2017 Zehntausende Menschen in mehr als 600 Städten weltweit – auch in Wien – für die Bedeutung von Wissenschaft und eine faktenbasierte Politik (siehe Video oben). Anlass war damals der Beginn der ersten Präsidentschaft des als äußerst wissenschaftskritisch geltenden Trump.
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