Mikaela Shiffrin:

„Mein größtes Ziel hat nichts mit Siegen zu tun“

Ski Alpin
26.02.2025 15:01

Ihr größtes Ziel habe „nichts mit Siegen und Ergebnissen“ zu tun. Sagt Mikaela Shiffrin nach ihrem „100er“ am vergangenen Wochenende. Jetzt gehe es um etwas Anderes, sagt die wohl größte Skifahrerin aller (bisherigen) Zeiten.

Auf Instagram zeigt die US-Amerikanerin einen Ausschnitt aus einem aktuellen Interivew mit CNN Sports. Darin gibt sich Shiffrin durchaus tiefsinnig. Mit ihrem 100. Weltcup-Sieg hätte sie gewissermaßen die „Reset“-Taste gedrückt. Erst im November in Killington schwer gestürzt, hat sie sich etwa drei Monate später wieder in die Sieger- und Bestenliste (für die Ewigkeit) eingetragen. Das bringt sie auch zum Nachdenken. „Nach meiner jüngsten Verletzung frage ich mich, ob ich überhaupt wieder auf den Level wie vor meiner Verletzung kommen kann“, sagt sie.

(Bild: GEPA)

Tatsächlich hatte noch am Tag vor ihrem 100. Weltcup-Sieg – im Slalom von Sestriere – wenig auf ebendiesen Triumph hingedeutet. Im ersten Riesenslalom zwei Tage zuvor wurde sie 25., im zweiten einen Tag später schaffte sie es nicht einmal in den zweiten Durchgang. Und am Sonntag plötzlich die Explosion. Sieg. Nächster Rekord. Und die sportliche Unsterblichkeit.

Gleichzeitig aber auch viele Gedanken. Und Tiefgang. „Mein größtes Ziel hat nichts mit Ergebnissen oder Meilensteinen zu tun“, sagt Shiffrin: „Es geht jetzt nur darum, in mich selbst einzutauchen und zu sehen, was jetzt überhaupt möglich ist.“ Darüber nachzudenken sei gleichermaßen „überwältigend“ wie auch „ein wenig stressig – aber auch aufregend“.

Die Welle reiten
Klingt durchaus ein wenig kryptisch. Und wirklich dechiffrieren scheint Shiffrin ihre Botschaft auch abschließend nicht zu wollen. „Wir werden sehen, wie lange ich diese Welle reiten kann und wohin der Weg führt.“ Alle Klarheiten beseitigt?

So viel ist sehr wohl klar: Mit dem 100. Sieg im Weltcup hat sie nun einen Meilenstein erreicht, der vielleicht für immer bestehen bleiben wird. Wichtiger scheint für Shiffrin allerdings, die nächste Generation mit ihrer Leidenschaft für den Sport anzustecken.

Ihre Erfolgsserie war nach den Stürzen in der Vorsaison in Cortina d‘Ampezzo und im November 2024 in Killington ins Stocken geraten. Doch nach einer zweimonatigen Zwangspause wegen einer Bauchmuskelverletzung und anschließenden Operation schlug Shiffrin in Sestriere schon im ersten Weltcup-Slalom nach dem Comeback-Rennen wieder zu und durchbrach die Dreistelligkeit.

Nur die allerbeste Leistung
„Es zeigt einfach, wie schwierig es ist zu gewinnen. Es hat sich schon so oft in meiner Karriere so angefühlt, dass alle erwarten, ich sollte ganz oben auf dem Podium sein. Aber wenn ich auf meine Konkurrentinnen und alle anderen Athletinnen schaue, weiß ich, dass nur meine allerbeste Leistung gut genug für den Sieg sein wird“, erklärt die Frau aus Colorado. Shiffrin bedankte sich bei ihren Teamkolleginnen, Konkurrentinnen, Trainern und dem ganzen Weltcup. „Heute mussten viele Dinge für mich richtig und für einige andere falsch laufen“, meint sie.

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(Bild: KMM)



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