Tirol führt fast jedes Jahr die Erdbebenstatistik an. Im Vorjahr wackelte es allein im Raum Waidring rund 50 Mal. Die Serie geht heuer weiter. Der Grund: Tirol liegt an einer tektonischen Störungszone.
Erneut wackelten in der Nacht auf Mittwoch in Tirol die Wände! Die Erdstöße, die im Raum Imst und teils auch im Lechtal, wahrgenommen wurden, erreichten eine Stärke von 2,3. Es war dies heuer bereits das fünfte spürbare Erdbeben im Land. „Das Stärkste mit einer Magnitude von 3,1 wurde am 13. Februar südlich von Wörgl registriert“, weiß Seismologin Rita Meurers von der GeoSphere Austria. Bei dieser Stärke seien Schäden, wie kleine Fassadenrisse, möglich. „In diesem Fall lag die Herdtiefe aber bei elf Kilometern“, erklärt die Erdbebenexpertin.
Von 140 Beben die Hälfte in Tirol
Aber warum bebt vor allem in Tirol immer wieder die Erde? „Das Bundesland liegt entlang einer tektonischen Störungszone“, sagt Meurers. Bei diesen Schwächepunkten im Gestein kommt es leichter zu Brüchen. Wenn sich Platten verschieben, kann das Gestein der Reibung irgendwann nicht mehr standhalten und es kommt zum Bruch – das spüren wir als Erdbeben. Von den insgesamt rund 140 Erdbeben, die im Vorjahr in Österreich von der Bevölkerung wahrgenommen wurden, ereigneten sich etwa die Hälfte in Tirol. „Für die hohe Zahl 2024 war vor allem eine Bebenserie im Raum Waidring verantwortlich, hier gab es 50 verspürte Erdbeben“, erklärt Meurers.
Mit der Beben-Welle auf Santorin haben die Erschütterungen in Tirol aber nichts zu tun. „Das liegt auch zu weit weg.“
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