SEK umstellt Haus
Schock! Schüsse bei Prozess um getöteten Boxer
Polizei-Großeinsatz Mittwochmittag in der deutschen Stadt Bielefeld: Vor dem Landesgericht sind Schüsse gefallen. Laut Augenzeugen gibt es mehrere Verletzte. Polizei und SEK sind vor Ort. Der Vorfall steht im Zusammenhang mit dem seit den Morgenstunden laufenden Prozess um einen getöteten Profiboxer.
Wie „Bild“ und die „Neue Westfälische“ berichten, seien der Vater und der Bruder eines Angeklagten im sogenannten Nimani-Prozess angeschossen worden, es soll noch ein weiteres Opfer geben. Eine der Personen soll nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa lebensgefährlich verletzt sein.
Zweiter Gesuchter verschanzt sich
Ein Tatverdächtiger ist nach dpa-Informationen festgenommen worden. Womöglich hat sich ein zweiter Gesuchter in einem Haus in unmittelbarer Nachbarschaft des Gerichts verschanzt. Schwer bewaffnete Polizisten haben sich rund um das betreffende Objekt in Position gebracht. Darüber kreist ein Polizeihubschrauber.
Laut „Bild“ ist in einer nahen Schule Amokalarm ausgelöst worden. Schüler und Lehrer müssten sich in den Klassenräumen einschließen, weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass der zweite Gesuchte auf der Flucht sei.
„Draußen schießt einer!“
Augenzeugen berichteten laut „Bild“ zum Tathergang, dass Wachtmeister vor der Tür des Gerichtssaals plötzlich schrien: „Draußen schießt einer!“ Offenbar sei von einem Gehweg aus geschossen worden, wonach der Schütze in einen Fluchtwagen gestiegen sei und von dort aus weitergeschossen habe. Auch die „NW“ berichtet, ein Augenzeuge habe von Schüssen aus einem Auto heraus gesprochen.
Hohe Sicherheitsauflagen für Prozess um getöteten Boxer
Am Bielefelder Landgericht wird derzeit der Mord an dem Boxer Besar Nimani verhandelt, der im März 2024 in der Bielefelder Innenstadt erschossen worden war. Die Verhandlungstage finden unter großen Sicherheitsauflagen statt. Beamte einer Einsatzhundertschaft der Polizei sichern jeweils das Gebäude und den Verhandlungssaal. Alle Besucher, Nebenkläger und Medienvertreter mussten sich vor Eintritt in den Gerichtssaal durchsuchen lassen.
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld sollen zwei Männer dem Opfer am 9. März 2024 aufgelauert und nach einem gemeinsamen Tatplan vor einem Geschäft in der Bielefelder Fußgängerzone 16 Schüsse abgegeben haben. Der 38-Jährige hatte zuvor in der Nähe sein Auto geparkt und war zu Fuß in Richtung des späteren Tatorts gegangen. Er verblutete noch am Tatort. Das Motiv ist bis heute unklar. Der jetzt wegen heimtückischen Mordes 34-jährige Angeklagte hat sich bislang nicht zu dem Tatvorwurf geäußert. Ein weiterer Tatverdächtiger ist weiterhin auf der Flucht.
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