Operation Fox ist von Erfolg gekrönt. Die „Aktion scharf“ gegen illegale Flüchtlingsbewegungen wird in den Osten Europas ausgeweitet. Das Einsatzkonzept im Grenzgebiet gegen bestens organisierte Schleuserbanden hat sich voll bewährt und wird in weiteren Regionen umgesetzt.
Die „Füchse“ sind immer auf der Jagd. Eiskalt profitorientiert ist das skrupellose Milliardengeschäft mit der illegalen Migration. Den Drahtziehern pfuscht aber die Operation Fox kräftig ins Handwerk. Die rot-weiß-rote „Aktion scharf“ ist im Dezember 2022 vom Innenministerium ins Leben gerufen worden. 40 Polizeibeamte sind abkommandiert, um in Kooperation mit den ungarischen Kollegen kriminell organisierte Grenzübertritte zu verhindern. Die bilaterale Initiative, die gezielt Schlepperbanden ins Visier nimmt, ist seit Monaten auf der Erfolgsspur.
Früher waren große Gruppen an Flüchtlingen fast schon im Zwei-Stunden-Takt mittels Schleuserprofis von Ungarn nach Österreich gelotst oder in Kastenwagen verfrachtet worden. Seit eineinhalb Jahren weichen die Banden auf andere Routen aus.
Fazit der Fahner
Schleuser suchen stets nach neuen Routen
Dass sich die Zahl der Aufgriffe im Burgenland seit mehr als einem Jahr auf niedrigem Niveau bewegt, ist unter anderem dem Polizeieinsatz zwischen Ungarn und Serbien zu verdanken. Gleichzeitig schreckte die Operation Fox im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet die Schlepper ab – sie hatten schon 2023 einen Umweg über die Slowakei in Kauf genommen, um nicht erwischt zu werden. Im ersten Halbjahr 2024 sind dann laut den Aufzeichnungen der Ermittler die Hauptströme der Flüchtlinge über Italien und Kroatien verlegt worden.
„Unentwegt suchen Schlepper nach neuen Strategien und Möglichkeiten. Jetzt bahnt sich schon die nächste Änderung bei den stark frequentierten Transportwegen an“, kündigt ein Insider an. Ruhig sei jedenfalls die Lage entlang der Balkan-Route. „Die Polizei in Serbien macht weiterhin ihre Arbeit, ist derzeit aber nicht mehr so gefordert wie noch vor Monaten“, teilt ein Kontaktbeamter vor Ort mit. Der Grund ist die politische Situation in Syrien. Wie berichtet, wandern viele Syrer aus den Auffanglagern in der Türkei nicht in die EU ab, sondern kehren in ihre Heimat zurück.
Rumänien nimmt sich Erfolgsmodell zum Vorbild
Wie aus Polizeikreisen zu erfahren ist, zeigt sich Rumänien von der Operation Fox begeistert. An der Grenze mit Ungarn ist der Aufbau einer gemeinsamen Einsatztruppe voll im Gang. „Wir müssen den Kampf gegen das Schlepperunwesen konsequent weiterführen“, hatte Innenminister Gerhard Karner vor genau einem Jahr bei einem Lokalaugenschein in Andau mit Landespolizeidirektor Martin Huber und Bundespolizeichef Michael Takacs erklärt. In dieser Tonart geht es innerhalb der EU weiter.
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