Wegen Mordversuch

Nach „Bandenkrieg“: Anklage gegen Tschetschenen

Wien
26.02.2025 17:10

Nach den brutalen Auseinandersetzungen zwischen Tschetschenen und Syrern sowie Afghanen im vergangenen Sommer in Wien kommt es jetzt zum gerichtlichen Showdown: Die Staatsanwaltschaft klagt zwei Männer mit tschetschenischen Wurzeln wegen versuchten Mordes an. Ein 30-Jähriger und ein 29-Jähriger müssen sich wegen einer Schießerei im Anton-Kummerer-Park in der Brigittenau vor Gericht verantworten.

Laut Behördensprecherin Nina Bussek wird dem 30-Jährigen vorgeworfen, am 5. Juli 2024 mit einer Pistole auf fünf Gegner geschossen zu haben – und das nur knapp daneben! Obwohl die Kugeln ihre Ziele verfehlten, wurden zwei Syrer durch Querschläger, die von Fahrzeugen abprallten, verletzt. Der mitangeklagte 29-Jährige soll seinen Freund nicht nur zum Tatort gefahren, sondern auch die anderen Männer angegriffen haben. Die Staatsanwaltschaft sieht darin zumindest „einen psychischen Beitrag zum versuchten Mord“!

Weiterer Mann bereits enthaftet
Ein weiterer Mann, der ursprünglich als Tatverdächtiger galt und seit Ende August in Untersuchungshaft saß, ist mittlerweile auf freiem Fuß. „Wir konnten ihm die Tat nicht nachweisen“, erklärte Bussek. Die Beweislage reichte nicht aus.

Verdächtige schweigen zu Vorwürfen
Bislang haben sich die Angeklagten nicht zu den schweren Vorwürfen geäußert. Doch die Staatsanwaltschaft sieht sich gut gerüstet: Aussagen der Opfer und Zeugen, Gutachten, Schmauchspuren sowie die Auswertung von Telefondaten sollen die Schuld der Männer beweisen. Ihnen drohen nun zehn bis zwanzig Jahre Haft oder sogar lebenslange Freiheitsstrafen. Noch ist die Anklage nicht rechtskräftig – die Angeklagten haben 14 Tage Zeit, Einspruch zu erheben.

Zündstoff für die Eskalationen war laut Ermittlungen ein Vorfall am 3. Juni im Arthaberpark in Favoriten: Dort soll ein Tschetschene von Syrern niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden sein. Daraufhin flammte die Gewalt immer wieder auf: Am 1. Juli kam es in der Dopschstraße in Floridsdorf zur ersten Eskalation. Der Höhepunkt der Banden-Kriege folgte am Wochenende vom 5. bis 7. Juli. Mehrere bewaffnete Männer gingen am 5. und 6. Juli im Anton-Kummerer-Park sowie am 7. Juli beim Bahnhof Meidling aufeinander los. Bilanz der Straßenschlachten: Sieben Verletzte, davon vier schwer! Der letzte Vorfall ereignete sich am 10. Juli beim Bahnhof Floridsdorf.

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