Beben auf Santorin

„Die Erde wird sich schon wieder beruhigen“

Ausland
26.02.2025 21:00

Schon seit Wochen rumort es gewaltig unter Santorin. Viele Bewohner haben die griechische Insel verlassen, eine Oberösterreicherin hält die Stellung.

Mehr als vier Jahrzehnte sind vergangen, seit Christa Braziotis erstmals Fuß auf Santorin gesetzt und ihr Herz an die entzückende Insel im Ägäischen Meer verloren hat. Damals zeigte das Eiland noch ein ganz anderes Gesicht. Es war sehr viel ruhiger – heute ist es ein Touristenmagnet.

Es brodelt seit Wochen: Ein Tanz auf dem Vulkan
Doch seit Ende Jänner wirkt die Insel fast wie ausgestorben. Von den rund 16.000 regulären Einwohnern haben – wie berichtet – viele ihre Heimat verlassen, „vor allem Familien mit kleinen Kindern“, schildert Braziotis (81) im Gespräch mit der „Krone“. Die gebürtige Schwanenstädterin betreibt hier nicht nur eine kleine Zimmervermietung, sie ist auch als Tierschützerin im Einsatz. Der Verein, für den sie tätig ist, kümmert sich um die Kastration von Streunern und vermittelt unter anderem herrenlose Hunde ins Ausland.

Ein Bild der entzückenden Mittelmeerinsel, wie man es selten sieht – gähnende Leere statt überfüllter Gassen und Lokale (Bild: APA/AFP/STRINGER)
Ein Bild der entzückenden Mittelmeerinsel, wie man es selten sieht – gähnende Leere statt überfüllter Gassen und Lokale

Viele kehrten ihrer Heimat den Rücken
Nachdem zahlreiche Insulaner ihre Heimat praktisch fluchtartig verlassen mussten, blieben viele Haustiere zurück – und auf sich selbst gestellt. Doch seit einigen Tagen strahlt ein zartes Licht der Hoffnung am Horizont des Inselparadieses – die Intensität der Beben ließ deutlich nach. „Die Erde wird sich schon beruhigen“, zeigt sich auch Braziotis zuversichtlich. In den vergangenen drei Wochen haben Seismologen mehr als 20.000 (!) Beben registriert, wenngleich ein Großteil für Menschen gar nicht spürbar war.

Vonseiten der griechischen Regierung wurden jedenfalls Maßnahmen für ein mögliches Starkbeben getroffen. „Es gibt Sammelstellen, das Militär ist mit Wasser, Lebensmitteln und Generatoren hier“, so Braziotis, „zum Glück verhält sich auch der Vulkanrelativ ruhig.“ Vor allem die Touristiker hoffen auf weitere gute Nachrichten, um die kommende Sommersaison noch zu retten.

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