Da hatte für vergangenen Sonntag eine „freie syrische Gemeinde Österreich“ dazu aufgerufen, in Wien eine Demonstration gegen den islamistischen Terror zu veranstalten. Aus Solidarität gewissermaßen für das erst 14-jährige Mordopfer von Villach, das ja von einem Syrer erstochen wurde.
Und wohl um zu zeigen, dass die Mehrheit der syrischen Asylwerber keine Sympathie für derlei Untaten habe.
EINERSEITS war das Unterfangen natürlich löblich, da man längst darauf wartet, dass auch aus dem Kreise der Muslime Protest gegen den islamistischen Terror kommen müsse. Ebenso löblich wie das Freitagsgebet, das in der vergangenen Woche in der neuen Villacher Moschee im Gedenken an das Mordopfer durchgeführt wurde.
ANDERERSEITS nahmen an der Wiener Demonstration bedauerlicherweise kaum 100 Menschen teil.
Vergleicht man dies mit der syrischen Großdemonstration, die vor wenigen Wochen mit Zehntausenden Teilnehmern vor dem österreichischen Parlament als spontane Freudenfeier angesichts des Endes der Assad-Diktatur in Syrien stattfand, ist dies einigermaßen beschämend.
Muss man daraus schließen, dass sich unter den rund 100.000 Syrern, die sich als Asylsuchende in Österreich befinden, nur sehr wenige vom islamistischen Terror distanzieren?
Oder befürworten gar viele von ihnen insgeheim solche dschihadistischen Terrorakte?
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