„Kein Kommentar“, lautet die Devise von BMW zu den Gerüchten, dass die Motorradmarke des Premiumfahrzeugherstellers bei KTM einsteigen könnte. Zugleich befeuerten die Deutschen aber selbst das Tuschelthema – mit mehrdeutigen Postings auf Social Media.
Vor der Abstimmung über den Sanierungsplan von KTM am Landesgericht in Ried im Innkreis kam auf, dass sich auch BMW im Kreis der potenziellen Investoren befindet, die um einen Einstieg beim Motorradhersteller aus Mattighofen buhlen. Von den Innviertlern ist dazu sowieso nichts zu hören, schließlich ist den Teilnehmern des Investorenprozesses absolute Vertraulichkeit zugesichert worden. „Alle Interessenten haben im Vertrauen auf Geheimhaltung und Verschwiegenheit ihr Interesse bekundet – das gilt es zu respektieren“, betonte auch KTM-AG-Vorstandschef Gottfried Neumeister am Dienstagnachmittag, nachdem es grünes Licht für den Sanierungsvorschlag von KTM gegeben hatte.
BMW M3 und eine S 1000 RR in Orange – ein „Traum-Farbenmatch“
Kurios daher, wie BMW Motorrad damit umgeht. Auf dem eigenen Instagram-Account veröffentlichten die Deutschen am Mittwochvormittag einen Beitrag, bei dem ein BMW-M3-Sedan-Fahrzeug und ein BMW-S-1000-RR-Bike miteinander abgebildet sind – beide im KTM-Orange. „Matching attitude“, stand darunter zu lesen. Bedeutet: passende Einstellung. Außerdem wurde das Ganze noch mit einem Emoji ergänzt, das einen Handschlag symbolisiert. Bis Donnerstagvormittag gab’s dafür schon 62.000 Likes. In einer Instagram-Story sprach man angesichts der Bilder sogar von einem „Traum-Farbenmatch“. Nach Medienanfragen reagierte der Konzern schnell: Die Beiträge wurden entfernt.
Nachdem KTM in die Insolvenz geschlittert war, laufen nun seit Wochen die Investorengespräche auf Hochtouren. Per 18. Februar waren noch sieben potenzielle Geldgeber Teil der Verhandlungen. Wer am Ende das Rennen macht, ist offen.
Immer klarer wird, dass offenbar der indische Pierer-Partner Bajaj auch in der Zukunft eine Rolle spielen wird, vielleicht sogar noch ein weitaus größere als bislang. Die ersten 50 Millionen Euro zum Hochfahren der Produktion in Mattighofen überwies Bajaj.
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.