Frühstart der Amphibien in Kärnten! Frösche, Kröten und Lurche machen sich schon wieder auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Ein Weg, der sie viel zu oft das Leben kostet, weil Straßen die natürlichen Wanderrouten der Tiere kreuzen. Ein Drama, gegen das eine Heerschar von freiwilligen Helfern kämpft.
In ganz Kärnten sind die Froschretter jetzt wieder im Einsatz. Auch die Straßenmeistereien und Gemeinden stellen sich in den Dienst des Naturschutzes und errichten kilometerlange Schutzzäune, um zu verhindern, dass Körten und Frösche vor allem bei feuchtem Wetter nachts auf den Fahrbahnen hocken und dort dann massenweise überfahren werden.
Die Schutzstrecken werden dann von Freiwilligen betreut. Wie etwa von Jacqueline mit ihren Kindern Tabita (9), Aaron (7) und Lucas (5), die sich die Betreuung einer Amphibien-Strecke in der Gemeinde Gallizien mit weiteren „Froschklaubern“ teilen.
Diese Strecke ist wie viele andere durch die temporär errichteten, einfachen Holzzäune flankiert, an denen die Tiere entlang geleitet werden und schließlich in Kübel fallen. Die Helfer vermerken und zählen die Amphibien penibel und tragen sie dann sorgsam auf die andere Straßenseite zu ihrem Heimattümpel.
Schon am ersten Tag wurden in Gallizien ein Springfrosch, mehrere Kröten sowie Teich- und Bergmolche identifiziert und gerettet. „Am zweiten Tag waren es schon 99 Frösche“, erzählt Jacqueline, eine studierte Biologin. Die Wandersaison nimmt also jetzt voll Fahrt auf; sie wird bis Ende März dauern.
Der Naturschutzbund ersucht aber alle, auf die Amphibien und ihre Wanderungen Rücksicht zu nehmen. Und zwar mit folgenden Tipps.
„Lurch des Jahres“ ist heuer der Moorfrosch; auffallend durch die intensive Blaufärbung der Männchen in der Paarungszeit, die Weibchen anlocken soll.
Übrigens: Amphibienretter werden dringend gesucht. Über die Arge NATURSCHUTZ ( 0463/329666), die seit Jahren die Rettungsaktivitäten in Kärnten koordiniert oder via „Froschklaub-Börse“ auf der Internetseite www.naturschutzbund.at.
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