In kaum einem Stadtzentrum ist der Leerstand so hoch wie in Hartberg. Doch nun sollen zwei Projekte den Umschwung einleiten. Vor allem das Hotel des Leitbetriebs Ringana macht Hoffnung – auch, weil auf ein Restaurant verzichtet wird.
Auf diese Erwähnung hätte Hartberg wohl gerne verzichtet: Mittwochabend wurde die oststeirische Stadt in der „Zeit im Bild“ als Negativbeispiel für Leerstände in der Innenstadt genannt. Der Wert liegt demnach bei fast 50 Prozent. „Aber auch Hartberg kann sich weiterentwickeln“, sieht Hannes Lindner, Geschäftsführer der Beratungsfirma Standort + Markt, die Situation nicht hoffnungslos. „Man wird sich aber jedenfalls neue Nutzungen überlegen müssen.“ Sprich: Shops werden kaum in größerer Zahl in das Stadtzentrum zurückkehren.
Das Thema spielt, wie berichtet, auch bei der anstehenden Gemeinderatswahl eine Rolle. ÖVP-Bürgermeister Marcus Martschitsch will einen „Aufbruch in der Innenstadt“ schaffen. Zwei Projekte sollen den Stein ins Rollen bringen: Die Stadt möchte das sogenannte Mogg-Haus hinter dem Rathaus kaufen, geplant ist dort der Einzug der Bücherei und eines Elektro-Fachhändlers.
Innenstadt als „verlängertes Wohnzimmer“
Noch bedeutsamer ist aber das Hotel der Frischekosmetik-Firma Ringana. Sie hat die ehemalige Bäckerei König erworben, hier soll ein Beherbergungsbetrieb mit 35 bis 40 Zimmer entstehen. „Wir sind gerade dabei, das endgültige Konzept zu entwickeln“, heißt es bei Ringana. Die Eröffnung wird wohl Ende nächsten Jahres stattfinden können.
Fest steht bereits: Es wird keinen Spa-Bereich, aber auch kein Restaurant geben. „Die Hartberger Innenstadt soll als verlängertes Wohnzimmer dienen, die Gäste sollen die umliegende Gastronomie nutzen“, so das Vorhaben. Einzig Frühstück wird im Haus angeboten werden.
Zweites Gebäude gekauft
Ringana wird Partner aus der ganzen Welt nach Hartberg holen, aber natürlich sind auch alle anderen Urlauber willkommen. Ein Schwerpunkt könnten Hochzeiten sein, das Schloss Hartberg liegt ja nicht weit entfernt. Ringana hat auch ein Nebengebäude gekauft, hier steht die Nutzung noch nicht ganz fest. Die Stadtpolitik freut sich jedenfalls über das Vorhaben ihres Leitbetriebs.
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