48 Jahre, mehr Lebenszeit ist Javier Dorado nicht vergönnt gewesen - keine zwei Wochen nach seinem Geburtstag ist der ehemalige Real-Madrid-Spieler gestorben! Drei Jahre hatte der Spanier, der in seiner aktiven Fußballer-Karriere als Verteidiger keinem Kampf aus dem Weg gegangen war, auch um sein Leben gekämpft – doch am Ende erwies sich nun eine unbarmherzige Leukämie-Erkrankung als unbesiegbar …
Den Durchbruch bei den „Königlichen“ mag Dorado, der aus dem Real-Nachwuchs stammt und von daher als echtes Klub-„Eigengewächs“ bezeichnet werden kann, zwar nicht geschafft haben, aber dem Vergessen anheim fiel der nun allzu früh Verstorbene bei Real dennoch nicht.
„... bedauern zutiefst den Tod von Javier Dorado!“
So bekundete der Klub umgehend, dass „der Real Madrid C.F., sein Präsident und sein Vorstand zutiefst den Tod von Javier Dorado, Jugendspieler und Spieler der ersten Mannschaft von Real Madrid zwischen 1999 und 2000 bedauern“.
Im Verlauf von zwei Saisonen sei er Teil jenes Teams von Real Madrid gewesen, dass 1999/2000 die Champions League gewinnen konnte. Freilich: Dorado stand in sieben Partien im Kader, wurde aber nicht eingesetzt. Im Unterschied zur Liga, in der er zumindest zwei Mal auflaufen durfte ...
In jenen Tagen Star-gespickte „Königliche“
Vor allem ein Roberto Carlos in dessen Hochzeit machte es dem Linksverteidiger Dorado wohl unmöglich, bei Real wahrlich Fuß zu fassen. Wie überhaupt die „Königlichen“ in jenen Tagen Star-gespickt waren, wie die Namen Iker Casillas, Steve MacManaman, Ivan Helguera, Fernando Hierro, Raul, Nicolas Anelka oder Guti beweisen.
Angesichts allzu rarer Einsatzzeiten ließ sich Dorado schließlich zu UD Salamanca und zu Sporting Gijón verleihen, später hielt er seine Knochen u.a. für Rayo Vallecano und Mallorca hin. Letztlich sollte er über 150 Partien in der Zweiten Liga Spaniens absolvieren, ehe er seine Karriere im Jahr 2012 im Alter von 35 Jahren beendete.
„... hoffe, „dass dieser Albtraum dieses Mal ein Ende hat!“
Viele ruhige Jahre in der Fußball-Pension blieben Dorado allerdings nicht, ab 2022 begann sein bislang härtester Kampf – der Kampf gegen die Leukämie. Sogar eine Knochenmarks-Transplantation musste der Ex-Fußballer über sich ergehen lassen. Gegenüber der Zeitung „El Comercio“ meinte er, dass er hoffe, „dass dieser Albtraum dieses Mal ein Ende hat, dass wir rausgehen können und Ruhe haben“. Die Hoffnung von Dorado blieb unerfüllt ...
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