„Verdächtige“ Umstände

Fall Hackman: Leichen waren bereits mumifiziert

Society International
27.02.2025 19:10

Der zweifache Oscarpreisträger Gene Hackman (†95) und seine Ehefrau Betsy Arakawa (†63) wurden tot in ihrem Haus in Santa Fe, New Mexico, aufgefunden. Auch einer ihrer drei Hunde wurde leblos entdeckt. Die Polizei stuft die Umstände nicht als Verbrechen, aber als „verdächtig“ ein und hat eine umfassende Untersuchung eingeleitet.

Laut den Behörden wurden die bereits mumifizierten Leichen des Ehepaares in verschiedenen Räumen des Hauses entdeckt. Während zwei ihrer Hunde unversehrt blieben, wurde ein dritter tot in einem Schrank des Badezimmers gefunden. Besonders auffällig: Die Haustür des Anwesens stand offen, eine geöffnete Pillendose lag neben Betsy Arakawa, in der Küche stand ein Heizstrahler. Ein Gasleck konnte jedoch ausgeschlossen werden, nachdem der örtliche Versorger die Leitungen überprüft hatte.

Verschiedene Theorien
Die Ermittler gehen verschiedenen Theorien nach, darunter eine mögliche Kohlenmonoxidvergiftung, die von einer Tochter des Paares ins Spiel gebracht wurde. Bislang gibt es jedoch keine eindeutigen Hinweise auf die genaue Todesursache. Die Untersuchungen dauern an.

Offensichtliche Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht, eine Botschaft der beiden sei auch nicht entdeckt worden, sagte Sheriff Adan Mendoza. „Zu diesem Zeitpunkt in dem Prozess gibt es nichts derart Offensichtliches. Die Autopsie wird uns mehr mitteilen. Wir werden nicht raten, ob es ein Unfall war oder natürliche Ursachen hatte. Es war nicht typisch.“

Betsy Arakawa und Gene Hackman waren seit 1991 verheiratet und lebten in Santa Fe. (Bild: PPS/Photo Press Service)
Betsy Arakawa und Gene Hackman waren seit 1991 verheiratet und lebten in Santa Fe.

Die Leichen des Schauspielers und seiner Frau wiesen jedenfalls keine sichtbaren Verletzungen auf. Die Polizei wurde am Mittwoch gegen 13.45 Uhr zum Wohnhaus am Old Sunset Trail in Santa Fe gerufen.

Inmitten der Depression geboren
Der 1930 während der Großen Depression geborene und in zerrütteten Verhältnissen aufgewachsene Hackman zählte weltweit zu den führenden Charakterdarstellern. Er spielte im Laufe seiner Karriere in zahlreichen Filmen mit und schuf Kultmomente auf der Leinwand. Die fünfeinhalb-minütige Verfolgungsjagd beispielsweise, in der sich „Popeye“ Doyle in „French Connection“ grunzend, Grimassen schneidend und hupend seinen Weg durch die vollen Straßen von New York bahnt, ist legendär.

Gene Hackman wurde 95 Jahre alt, seine als klassische Pianistin erfolgreiche Frau 63. (Bild: AP Photo/Mark J. Terrill, File)
Gene Hackman wurde 95 Jahre alt, seine als klassische Pianistin erfolgreiche Frau 63.

Für diese Polizistenrolle gewann Hackman 1972 seinen ersten Oscar – als bester Hauptdarsteller. Der zweite als bester Nebendarsteller folgte 1993 für seine Verkörperung eines brutalen Kleinstadtsheriffs in dem Western „Erbarmungslos“ von Clint Eastwood. Zudem erhielt der Schauspieler unzählige weitere Preise, unter anderem vier Golden Globes.

2008 Rückzug erklärt
Zu seinen Filmen zählen unter anderem „Bonnie und Clyde“ ebenso wie „Mississippi Burning“ oder „Die Firma“ und „The Royal Tenenbaums“. Seinen letzten Auftritt hatte Hackman 2004 in „Willkommen in Mooseport“, 2008 erklärte er offiziell seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft.

Polizisten aus Santa Fe County vor dem Haus des Schauspielers Gene Hackman (Bild: Roberto E. Rosales/AP)
Polizisten aus Santa Fe County vor dem Haus des Schauspielers Gene Hackman

In all den Jahrzehnten auf der Leinwand mied Hackman die Öffentlichkeit und gab selten Interviews. Zur Begründung sagte er: „Ich wurde zum Schauspieler ausgebildet, nicht zum Star.“

Seit 1991 verheiratet
Mit seiner zweiten Frau, der Pianistin Arakawa, lebte Hackman im gemeinsamen Haus in Santa Fe, wo er Bücher schrieb und malte. Die beiden waren seit 1991 verheiratet, nun wurden sie zusammen in ihrem Haus tot aufgefunden.

Starregisseur Francis Ford Coppola, der mit Hackman für den Film „Der Dialog“ zusammengearbeitet hatte, würdigte diesen als „großartigen“ Schauspieler. „Ich betrauere seinen Tod, aber ich feiere seine Existenz und seinen Beitrag.“

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