Dass es bei einem Formel-1-Rennen sehr warm werden kann, ist ein bekanntes Leid. 2025 soll eine Regeländerung der FIA gegen die zu heißen Bedingungen im Cockpit helfen. Doch die neuen Kühlwesten stellen sowohl die F1-Piloten als auch die Ingenieure vor einige Herausforderungen.
Heiß-Heiß-Heißer! Dass die Temperaturen in einem Formel-1 Boliden gut und gerne 10-20 Grad über der Außentemperatur liegen können, ist für die Fahrer eine enorme körperliche Belastung. Besonders im Gedächtnis geblieben ist der Große Preis von Katar 2023. Der Ex-Williams-Pilot Logan Sargeant musste das Rennen frühzeitig beenden, während Esteban Ocon sich in seinem Helm erbrach.
Der Vorfall in Lusail war ein alarmierender Weckruf für die F1-Gemeinschaft. Für die Saison 2025 wurde eine neue Kühlweste vorgestellt, die allerdings einige Herausforderungen mit sich bringt. Die Weste, die sehr an Kompressionsshirts erinnert, soll die Fahrer bei heißen Rennen besser schützen. Mit 48 Meter langen Schläuchen wird die Kühlflüssigkeit über Brust und Rücken transportiert, so kann eine bessere Kühlung erreicht werden.
Ursprünglich plante die FIA, 2025 eine Klimaanlage für die Cockpits einzuführen. Wegen der schwierigen Umsetzung wurde die Idee schnell verworfen und stattdessen auf ein tragbares Kühlsystem gesetzt. Die US-amerikanische Firma Chillout Motorsports lieferte dafür das „Pro Touring Cooling Shirt“.
Platzmangel in den Boliden
Das Kühlsystem erfordert eine spezielle Box für die Kühlflüssigkeit, die bei 31 Grad Celsius Umgebungstemperatur und bestimmten Bedingungen hinzugefügt werden muss. Da die Autos platzsparend gebaut sind, haben die Fahrer die Wahl eine Kühlweste zu tragen oder 500 Gramm Zusatzgewicht mitzuführen. Ab 2026 wird das System fest in die neuen Boliden integriert.
Die neue Weste ist bei Fahrern und Ingenieuren allerdings noch unbeliebt. Der Haas-Pilot Esteban Ocon zeigt sich noch wenig begeistert von der neuesten Entwicklung. Da er mit 1,86 Metern zu den größten Fahren gehört, äußerte er, dass die Schläuche zu groß sind und das System nicht funktioniert. Vor allem der Knotenpunkt oberhalb der rechten Hüfte, wo alle Schläuche zusammenlaufen, stellt ein Problem dar.
„Es tut weh, wenn man es an der Brust oder am Rücken trägt, und an der Seite passt es nicht in den Sitz“, erklärt er. Auch andere Fahrer klagen von ähnlichen Schwierigkeiten. Trotz der Probleme lobt Ocon die Initiative der FIA, betont jedoch, dass das aktuelle System für ihn unbrauchbar ist.
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