Familienattraktionen

Dreiländereck hat Zukunft: Ganzjährige Bespielung

Kärnten
28.02.2025 12:02

Zum Familienfreizeitparadies will das Dreiländereck werden. Ganzjährig soll es neben der Natur für Wintersportler und Wanderer, vor allem für Kinder, einige neue Attraktionen geben. Die neuen Betreiber der Bergbahnen haben einen Stufenplan erarbeitet.

Das Vorjahr war hart für das Dreiländereck und seine Fans: Das Skigebiet in der Gemeinde Arnoldstein musste im Frühling Konkurs anmelden. Die Lifte stehen in diesem Winter still. Doch nun haben sich neue Betreiber gefunden, die nicht nur neues Geld, sondern auch neue Ideen haben. Mit Juli soll die Bergbahn wieder fahren.

Wollen das Dreiländereck als Familienfreizeitparadies beleben: Georg Overs, Geschäftsführer der Region Villach, Reinhard Antolitsch, Bürgermeister von Arnoldstein, Andreas Blüm, Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter der Bergbahnen Dreiländereck, Erhard Juritsch, Bergbahnen Dreiländereck. (Bild: Bergbahnen Dreiländereck/O. Pichler)
Wollen das Dreiländereck als Familienfreizeitparadies beleben: Georg Overs, Geschäftsführer der Region Villach, Reinhard Antolitsch, Bürgermeister von Arnoldstein, Andreas Blüm, Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter der Bergbahnen Dreiländereck, Erhard Juritsch, Bergbahnen Dreiländereck.

„Bei der Gemeinderatssitzung hat es geregnet, aber für uns in Arnoldstein hat trotzdem die Sonne gelacht: Aufgeben war ja nie eine Option, nun haben wir eine gute, gesicherte Zukunft für das Dreiländereck als Ganzjahres-Erlebnisberg“, freut sich der Arnoldsteiner Bürgermeister Reinhard Antolitsch über die frisch beschlossene Beteiligung der Kommune an der neuen Zukunft des Dreiländerecks. 

Man habe die bestmögliche Lösung gefunden: Eine neue Bergbahnen-Gesellschaft wird gegründet. 90 Prozent hält Andreas Blüm, der in Fürnitz das Unternehmen Fast Pack führt, das Besteck, Geschirr, Verpackungen für Konditoreiwaren und für Fast-Food herstellt. Je fünf Prozent an der neuen Gesellschaft halten Erhard Juritsch, der frühere Chef des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds und Unternehmensberater, und die Gemeinde Arnoldstein. 

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Mach ma einen erfolgreichen Berg!

(Bild: Bergbahnen Dreiländereck/O. Pichler)

Andreas Blüm, Chef der neuen Bergbahnen Dreiländer, hat ein Ziel

„Ich habe als Fünfjähriger am Dreiländereck Skifahren gelernt. Das verbindet auf ewig“, erklärt Andreas Blüm seinen Einsatz. „In den vergangenen knapp acht Monaten haben wir uns alles angeschaut. Ist überhaupt Bedarf da? Und ja, das Interesse für eine Wiederbelebung besteht!“ 

„Wir haben ein Investitionsprogramm für die nächsten fünf Jahre erarbeitet, das Saison für Saison für eine Steigerung der Attraktivität des Dreiländerecks sorgen soll“, so Erhard Juritsch. Im Interesse der Eigentümer sei es natürlich, die Frequenz zu erhöhen, die Erlöse zu steigern, Geld zu erwirtschaften, und wieder zu investieren. Im Winter wolle man zunächst 80.000 Besucher, im Sommer 30.000 zählen.

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Eine Attraktion nach der anderen wird entstehen, immer wieder wollen wir die Neugierde wecken.

Erhard Juritsch, Gesellschafter der neuen Bergbahnen Dreiländereck

„Im Tal soll ein Mini-Bike-Park für Kinder ab drei Jahren entstehen – mit Radrouten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Ein Motorikpark wird errichtet. Wir sorgen oben für neue Wanderwege, an denen es auch Spielstationen geben wird und einen Wasserspielplatz. Rundwege, die auch über Italien und Slowenien führen, sind am Dreiländereck geplant“, verrät Blüm einiges aus dem Stufenplan. Eine Fly-Line lässt die Kinder schweben.

Neue Wanderwege und Spielestationen werden am Dreiländereck errichtet. (Bild: Dreiländereck | Region Villach/F. Gerdl)
Neue Wanderwege und Spielestationen werden am Dreiländereck errichtet.

Für die Gastronomie werden bereits Gespräche mit möglichen Pächtern geführt. Parallel zur Liftrevision im April soll die Infrastruktur für die Gäste ausgebaut werden. Denn Ende Juni sollte alles für die erste Sommersaison bereit sein, die Anfang Juli starten soll. 

Eislaufplatz auf dem Berg
Im Winter bringen der Sessel- und die Schlepplifte kleine und große Skifahrer zu den Pisten, es wird weiterhin ein Angebot für Skitourengeher geben, mehr Wert wird auf das Langlaufen gelegt: Neben der Loipe im Tal soll auch oben auf den Wanderwegen eine Spur entstehen. Auf dem Dreiländereck soll ein Eislaufplatz angelegt werden, zu dem man mit Lift hinfährt.

In das Skigebiet, das die Gesellschaft mit der bestehenden Anlage um 200.000 Euro gekauft hat, sollen in den nächsten Jahren zwei bis drei Millionen Euro investiert werden. Das Land hat Unterstützung zugesagt.

Anfahrt mit Öffis
Zum Ski-, Wander- und Freizeitberg Dreiländereck soll man auch mit Öffis kommen: Mit dem Zug bis Arnoldstein, mit dem Bus weiter zur Bahn. „Mit der Gemeinde Arnoldstein und mit dem Verkehrsvebrund arbeiten wir an der CO₂-freien Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln“, so Juritsch. Im Sommer sollen am Dreiländereck 15, im Winter 30 bis 40 Arbeitsplätze geschaffen werden. „Wir setzen im Tourismus stark auf den Alpen-Adria-Gedanken, da ist es gut und wichtig, dass auch die Ikone dieser Marke, das Dreiländereck, ein Anziehungspunkt ist“, so Georg Overs, der Geschäftsführer der Region Villach Tourismus GmbH. Kooperationen mit Kärnten Card und Kärntner Skipass werden angestrebt.

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