Neue Vorwürfe

Nazi-Razzia: Bürochef von Rosenkranz muss gehen

Gericht
28.02.2025 13:50

René Schimanek, bisher Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, ist nicht länger im Amt. Nachdem neue, schwerwiegende Vorwürfe gegen ihn ans Licht gekommen sind, bat Schimanek um sofortige Auflösung seines Dienstverhältnisses. 

Die Staatsanwaltschaft Krems ermittelt gegen Schimanek wegen Verstößen gegen das Verbots- und Waffengesetz. Der Grund: Wie die „Krone“ berichtete, wurden bei einer Hausdurchsuchung in einem Forsthaus in Langenlois – seinem damaligen Hauptwohnsitz – große Mengen an Munition und NS-Devotionalien entdeckt! Brisant: Laut Ermittlungsakten sollte das Forsthaus als geheimer Rückzugsort für die deutschen „Sächsischen Separatisten“, eine rechtsextreme Gruppierung, dienen.

Mails mit NS-glorifizierenden Aussagen
Die Grünen haben nun Donnerstagabend per parlamentarischer Anfrage an Rosenkranz angebliche Mails aus den Jahren 2010 bis 2015 veröffentlicht, die direkte Mailkontakte Schimaneks mit mindestens zwei Personen belegen sollen, die aktuell in den Akten der deutschen Behörden wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer rechtsterroristischen Vereinigung geführt würden. Die Grünen sehen in den darin geäußerten NS-glorifizierenden und rassistischen Aussagen auch Anzeichen, dass Schimanek Geschichtsbild und Ideologie der rechtsextremen Gruppierung sehr wohl teile. Pikant: Die Mails sollen von einem Parlaments-Account aus verschickt worden sein – inklusive offizieller Signatur des österreichischen Parlaments.

Rosenkranz hält an Unschuld fest
Trotz der schweren Vorwürfe hält Nationalratspräsident Walter Rosenkranz weiter an der Unschuld seines ehemaligen Büroleiters fest. „Ich bin überzeugt, dass sich all die Vorwürfe und Verdrehungen, die rund um seine Person existieren, nicht nur aufklären werden, sondern auch zur vollständigen Rehabilitierung seines durch Ermittlungsverfahren und politische Attacken angekratzten Rufes führen“, so Rosenkranz. Gleichzeitig warnte Rosenkranz vor einer politischen Hexenjagd und kritisierte scharf, dass seine Mitarbeiter in politische Auseinandersetzungen hineingezogen würden.

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