Großbaustelle an der Glan sorgt für Aufsehen: Ein neuer „Aufstieg“ soll Äschen und Forellen dienen – bis Mai sind dafür Wege gesperrt und Anrainer verärgert.
Eine Million Euro kostet das Ökoprojekt an der Glan in Klagenfurt. Verwunderlich, wenn die Stadt doch kein Geld hat und auch das Land Kärnten nicht gerade darin schwimmt. „Es gibt extrem hohe Förderungen“, erklärt allerdings Erich Eibensteiner vom zuständigen Wasserverband Glan, warum der Bau nun trotz der Finanzmisere Klagenfurts beginnt. Denn zwei Drittel steuert der Bund bei.
Glanfische sollen von Süden in den Norden gelangen
Bis Ende Mai soll an der Stadtgrenze zu Ebenthal ein 250 Meter langes und drei Meter breites Entlastungsgerinne errichtet werden, in dem die Glanfische – vorwiegend Äschen, zur Freude der Fischereiberechtigten vermehrt auch wieder Forellen – vom Süden wieder Richtung Norden gelangen können, um hier zu laichen. Derzeit wird ihnen das durch eine Sohlschwelle, die dem Hochwasserschutz dient, aber verwehrt.
Eibensteiner: „Der Fischaufstieg wird viele weitere positive Effekte haben – eine kleine grüne Insel wird entstehen, auch das Grundwasser soll entlastet werden.“ Bis zur Fertigstellung ist aber der Radweg gesperrt, ebenso die einzige Brücke nach Ebenthal.
Glan soll wieder belebt werden
Anrainer kritisieren, dass es von der Stadt weder Vorwarnung noch Infos gibt – manche wurden quasi von den Baggern vor dem Schlafzimmer überrascht. Die Stadtkommunikation verweist auf einen Zeitungsbericht aus dem vergangenen Sommer und Eibensteiner bedauert, dass offenbar nicht alle Anrainer informiert wurden. Er verspricht aber Transparenz und ein tolles Projekt: „Es ist nur das erste von mehreren, die die Glan beleben werden!“
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