Knochen auf Deponie
Mysteriöser Todesfall auf Mallorca aufgeklärt
Auf Mallorca ist eine junge Touristin im Herbst feiern gegangen und anschließend spurlos verschwunden. Ermittlerinnen und Ermittler gingen damals bereits von einem tödlichen Unfall aus. Nun wurden die Überreste der 24-Jährigen gefunden – und zwar auf einer Mülldeponie. Ein DNA-Abgleich bestätigte den Verdacht.
Wie berichtet, wartete die argentinische Berufsschülerin nach einer Partynacht mit Freundinnen und Freunden in der Nacht zum 2. Oktober in Palma auf den Bus. Dabei wollte sie offenbar etwas aus einem Müllcontainer holen und fiel hinein. Ermittlerinnen und Ermittler rekonstruierten, dass sie aufgrund ihres angetrunkenen Zustands nicht mehr herauskam.
Ausgerechnet kurz danach wurde der Container von einem Müllwagen geleert, der zur Verbrennungsanlage Son Reus fuhr. Im Inneren des Fahrzeugs gibt es keinen Sauerstoff, die Presse drückt den Müll zusammen. „Es ist unmöglich, im Müllwagen zu überleben“, sagte Chefermittler Ángel Ruiz im Oktober.
Die Leiche der 24-jährigen Touristin wurde aber nicht gefunden, die Suche nach sterblichen Überresten war zunächst erfolglos. Die Polizei vermutete, dass der Körper in der Müllverbrennungsanlage eingeäschert wurde. Um den Fall zu klären, durchsuchten die Ermittlerinnen und Ermittler laut eigenen Angaben einen Monat lang 60.000 Tonnen Müll in 24-Stunden-Schichten. Dabei wurden nun Knochenreste gefunden, die zu der Argentinierin gehören. Ein DNA-Abgleich mit Proben ihrer Familie bestätigte das.
Nun sei der Fall zweifelsfrei aufgeklärt, sagte die Polizei. Angehörige und andere Menschen hatten ein Verbrechen befürchtet und waren mit Plakaten und Bannern für die Verstorbene auf die Straße gegangen. Die Polizei selbst war schnell von einem tragischen Unfall überzeugt.
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