Das Erasmus-Projekt gibt es seit vielen Jahren, auch im Pannoneum. Dadurch bekommen Schüler, die das Berufspraktikum im europäischen Ausland absolvieren wollen, eine Förderung. Aber auch Lehrer können mittlerweile im Ausland lernen.
Das Erasmus-Projekt gibt es seit vielen Jahren, auch an der Schule in Neusiedl am See. Hierdurch bekommen Schüler, die ihr Praktikum in einem anderen europäischen Land absolvieren wollen, eine Förderung. Während im Vorjahr nur drei Schüler dieses Angebot in Anspruch genommen haben, werden es heuer 20 sein. „Wir hoffen, dass wir für alle eine Bewilligung seitens der Nationalagentur bekommen und dann auch alle Schüler ihr Praktikum antreten“, erklären Andrè Thaler und Marvin Kolovitsch – die beiden Pädagogen, die im Pannoneum für Erasmus zuständig sind. Sie gehen aktiv auf die Schüler zu und erklären ihnen, was es bringt bei dem Projekt dabei zu sein. Kolovitsch spricht da aus Erfahrung, war er doch selbst Erasmus-Student. „Man kommt als anderer Mensch heim, weil man viel selbstständiger ist, man hat andere Länder, andere Sitten kennengelernt.
Übrigens auch etwas, das sich im Lebenslauf immer sehr gut macht“, erklärt der Lehrer. Und fügt hinzu: „Das Pflichtpraktikum müssen die Schüler so und so machen. Wir wollen aber, dass sie nach einem Praxistag nicht in den Neusiedler See, sondern ins Mittelmeer springen. Dass sie sich vor dem Dienst nicht einen Kaffee bei McDonalds holen, sondern in einem kleinen, romantischen Cafe in Dublin und dass sie in der Pause nicht ins Outlet Center einkaufen fahren, sondern über die „La Rambla“ flanieren. Ich brenne für dieses Programm, finde es einfach großartig. Und ich finde, jeder Schüler, der die Möglichkeit hat, sollte es in Anspruch nehmen.“
Nur positive Rückmeldungen
Drei Mädels, die das Pannoneum besuchen und ihre Chance bereits genutzt haben, sind da ganz seiner Meinung. Yara Lentsch aus Jois hat drei Monate Praktikum in Spanien verbracht. Sie arbeitete im „Dreams Jardín Tropical Resort & Spa an der exklusiven Costa Adeje auf Teneriffa. Anfangs war die Verständigung schwierig, aber jetzt kann sie sich über viel bessere Spanisch- und Englischkenntnisse zurückgreifen. Menschen aus aller Herren Länder kennenzulernen und auch mit ihnen zusammenzuarbeiten, gefiel ihr am besten. „Es war zwar stressig, weil wir immer viel zu tun hatten, aber eben auch mit ein bisschen Urlaubsfeeling. An freien Tagen bin ich mit Kollegen an den Strand oder einmal auch auf einen Vulkan, weil wir Sternschnuppen schauen wollten.“ Ihr Fazit: Genial, unverzichtbar. „Ich würde es sofort wieder tun. Und auch wieder im selben Hotel.“
Ähnlich beschreiben Rabia Orkus und Johanna Meixner ihr Auslandspraktikum. Die beiden waren zwei Monate im Münchner Hotel „Novotel“ im Service tätig.
Während ihres Arbeitsaufenthaltes fand gerade die EM statt. „Es waren Leute aus der ganzen Welt da, mit denen wir teilweise, wenn wir frei hatten, auch Fußball geschaut haben. Es war einfach großartig. Natürlich Arbeit, aber eben auch was ganz anderes, weil wir nicht zuhause waren.“ Auch die beiden würden das Angebot noch einmal annehmen.
Angebot mittlerweile auch für Pädagogen
Übrigens auch für Pädagogen gibt es ein Erasmus-Projekt, das sie in andere Länder schickt um dort ausländische Schulen und Lehrmethoden kennenzulernen. „Es geht darum, auf Englisch zu unterrichten, was es bei uns mittlerweile auch in einigen Fächern gibt“, so Thaler. Thaler und Kolovitsch beiden haben außerdem gerade ein weiteres Projekt im Aufbau: Sie wollen Schüler in Gruppen ins Ausland schicken und im Austausch dafür fremde Jugendliche ins Pannoneum holen. Schon heuer im Herbst kommen Lehrer aus Gran Canaria zu uns und im Frühling wollen wir nach Spanien fahren, um dort Betriebe kennenzulernen, die wir dann auch unseren Schülern empfehlen können.“
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