Absturz in Zell am See

Syrischer Taxilenker eilte Todes-Piloten zu Hilfe

Salzburg
05.03.2025 07:00

Tödlicher Absturz in Zell am See: Die Unfallursache ist auch am Tag nach der Tragödie weiter völlig unklar. Der Pilot aus Italien überlebte nicht – trotz couragierter Ersthelfer. Im Mittelpunkt: ein Taxifahrer aus Syrien ... 

„Ich habe das rauchende Flugzeug gesehen und sofort angehalten.“ Taxifahrer Zouhir Hussein zögerte nicht – und handelte geistesgegenwärtig! Der gebürtige Syrer bekam am Dienstag den Flugzeugabsturz in Zell am See aus nächster Nähe mit. Zusammen mit zwei Anwohnern lief er schnellstmöglich zu dem Wrack und wollte Erste Hilfe leisten. „Ich hatte keine Angst, habe einfach gemacht“, sagt er.

Kurz darauf war es traurige Gewissheit: Der Pilot aus Italien – er war alleine in dem Kleinflieger – überlebte den heftigen Aufprall nicht. Die Einsatzkräfte waren zwar schon zwei Minuten nach Zouhir Hussein am Unfallort, konnten aber nichts mehr für den Italiener tun. „Jede Hilfe kam zu spät“, hieß es von der Polizei.

Mehr als 50 Mann der Feuerwehr, vom Roten Kreuz und von der Polizei waren im Einsatz. Auch der Notarzthubschrauber „Alpin Heli 6“ machte sich zum Zeller Flugplatz auf. Polizisten sperrten den Unfallort für mehrere Stunden großräumig ab.

Der exakte Hergang des Unglücks ist noch unklar. Die Flugunfallkommission des Innenministeriums ermittelt nun. Klar ist: Die Maschine kam nicht aus Österreich, wollte am Zeller Flughafen einen Zwischenstopp einlegen. Beim Landeanflug passierte es, knapp 200 Meter vor der Landebahn prallte das Flugzeug auf eine Wiese. Diese liegt neben der alten Kapruner Straße und einem Gehweg. Die Maschine fing nicht Feuer, es kam lediglich zu einer kleineren Rauchentwicklung.

Drittes Flug-Unglück binnen weniger Monate
Immer wieder kommt es in Salzburg zu Unfällen mit Kleinflugzeugen. Erst im August 2024 stürzte ein Leichtflugzeug in Mauterndorf unmittelbar neben einem Wohnhaus ab, der Pilot überlebte. Im November 2023 verunglückte eine Cirrus mit vier Personen im Lungau bei schlechtem Wetter. Alle Insassen starben an Ort und Stelle. Die Maschine war laut einem Gutachten überladen.

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