Immer mehr „Whistleblower“ werfen immer grellere Schlaglichter darauf, wie einige Spitalsärzte das Landes-Gesundheitssystem zu hohen finanziellen Gunsten ausnutzen!
Die „Krone“ hat mit dem Bericht über Nutznießer in Primarius-Kittel offenbar in ein Wespennest gestochen. Denn laufend langen Hinweise ein, um welche die neue Führung der Landesgesundheitsagentur (LGA) im Bemühen, Missstände abzustellen, gebeten hatte. Sauer stößt auf, dass hochrangige Ärzte im Klinikum St. Pölten zu lächerlich geringem Entgelt, also unter dem „Marktwert“, eingemietet haben und von dort aus ungeniert ihre Privatordinationen (unter anderem sogar in Oberösterreich) betreiben.
Wer vergibt wann Termine?
„Wer am Handy des Professors anruft, bekommt die Sekretärin seiner Spitalsabteilung ans Ohr, die prompt persönliche Termine vergibt. Das Spital stellt für etwaige Eingriffe die OP-Infrastruktur inklusive Endoskopie zur Verfügung. Die Miete dafür – lächerlich gering in Relation zur Top-Ausstattung. Für diese Spezialbehandlungen macht der Kollege ungeniert Werbung“, schildert ein Whistleblower aus einem anderen Spital.
Die LGA vermietet ihre Infrastruktur deutlich zu billig. Der Primarius bietet Leistungen über seine Ordination an, die es dann nur im Spital gibt.
so ein Hinweisgeber zur „Krone“
Seitens der LGA wird versichert, dass jedem Hinweis nachgegangen werde. „Einige wenige Ärzte haben sich bei uns eingemietet. Dies erfolgt zu Bedingungen, welche streng geregelt sind. Wir halten aber neuerlich fest, dass die Tätigkeit in der Ordination jedenfalls außerhalb der Dienstzeit stattfinden muss. Die genannte Abteilungssekretärin hat eine gemeldete Nebenbeschäftigung und ist unter anderem auch für die Terminvereinbarung der Ordinationspatienten zuständig. Dies findet außerhalb der Dienstzeit statt“ heißt es zum konkreten Fall. Ein Testanruf Montag gegen 11.30 Uhr ergab, dass sehr wohl einen Termin während der Dienstzeit vergeben wurde ...
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