EU-Migrationspolitik
Aktivist: Rückkehrzentren sind „verpulvertes Geld“
Der nigrische Aktivist und Menschenrechtsverteidiger Moctar Dan Yayé kritisiert die Migrationspolitik der Europäischen Union, insbesondere die geplante Einrichtung von Rückführungszentren in Drittstaaten.
Diese Maßnahmen hätten sich in der Vergangenheit weder als wirksam noch als menschenrechtskonform erwiesen, so Yayé. „Es hat nicht dazu geführt, dass weniger Menschen sich auf den Weg nach Europa machen. Vielmehr ist es verpulvertes Geld“, sagt er und verweist auf bestehnede Einrichtungen in Tunesien.
In der Wüste zum Sterben ausgesetzt
Dort kommt es laut Menschenrechtsorganisationen regelmäßig zu Rechtsverletzungen. Frauen und Kinder würden in der Wüste zum Sterben ausgesetzt. Anstatt in Maßnahmen zur Abschottung zu investieren, plädiert er für den Aufbau wirtschaftlicher Partnerschaften und Infrastrukturprojekte mit afrikanischen Staaten.
Sichere Migrationswege als Ziel
Ziel müsse es sein, langfristige Perspektiven zu schaffen und gleichzeitig sichere Migrationswege zu ermöglichen. „Menschen sind immer in Bewegung“, betont er. Die meisten Menschen würden aber lieber in ihrer Heimat bleiben und flüchteten nur, wenn es keinen anderen Ausweg gebe.
Als Beispiel nennt er die Nachbarländer Niger und Nigeria: Obwohl Nigeria über eine viermal höhere Wirtschaftsleistung pro Kopf verfüge, migriere nur ein kleiner Teil der nigrischen Bevölkerung dorthin. Weiterhin fordert er eine partnerschaftliche Kommunikation zwischen Europa und Afrika „auf Augenhöhe“.
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