Fehlhaltungen, Übergewicht und zu viel Zeit am Handy – immer mehr Kinder und Jugendliche wenden sich dem Sport ab. Jetzt sind Pädagogen, Übungsleiter und Trainer gefragt. Anfang April können sich alle Interessierten neue Ideen und Tipps für ihre Bewegungseinheiten am „Kinder gesund bewegen Kongress“ in Wr. Neustadt holen.
„Das Wichtigste für Kinder ist, ihnen möglichst viele verschiedene Arten des Sports anzubieten, sodass sie ihre Vorlieben erst einmal entdecken können“, erklärt Werner Quasnicka. Der Sportwissenschaftler und Geschäftsführer von Fit Sport Austria ergänzt: „Wenn sie nämlich Freude an der Bewegung, der jeweiligen Sportart haben, üben sie diese auch freiwillig aus.“
Hier sollte man vor allem im Kindergarten bis zur Unterstufe ansetzen. Daher sind die Fortbildungs-Angebote beim Kongress der Sportverbände ASVÖ, ASKÖ und Sportunion am 4. und 5. April breit aufgestellt. So kann man sich dort eine korrekte Schwimmstunde erklären lassen, Jonglier- und Koordinationsübungen versuchen oder neue Ausdauerspiele erlernen. Zudem wird der Sportwissenschaftler und Pädagoge Dr. Dieter Breithecker als Experte einen pädagogischen Vortrag halten.
Darüber hinaus gibt es auch einen Kurs in Hobby-Horsing. Das erfreut sich bei Kindern an großer Beliebtheit und wurde bereits zum Trend. Dabei muss man Hindernisse mit einem Steckenpferd überwinden oder eine Pferdeballett-ähnliche Kür performen. Klingt witzig, fordert aber viel Konzentration und Geschicklichkeit und verbindet zudem die Gehirnhälften.
Wichtige Grundlage
„Wenn über die tägliche Bewegungseinheit gesprochen wird, steht fast immer die körperliche Gesundheit im Vordergrund. Dabei hat Bewegung auch einen großen Einfluss auf die Gedächtnisleistung“, erklärt Quasnicka. Daher wäre es wichtig, dass sich nicht nur Bewegungscoaches fortbilden, sondern auch Pädagogen, um dem Nachwuchs eine möglichst gute sportliche Grundlage zu bieten.
Auch Sportwissenschaftler und Pädagoge Dr. Dieter Breithecker ist der Meinung, dass sich Kinder und Jugendliche körperlich vielseitig beschäftigen sollen. Bei „monotonen Gras- und Betonflächen, etwas Gebüsch, unterfordernden Klettergeräten und Balancierbalken findet keine körperliche, geistige und soziale Entwicklung statt.“
Sophie Hartl
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