Bezirksserie – 1100

Kulturelle Unterschiede und Bildungskrise

Wien
02.04.2025 14:00

In Favoriten stehen Schulen vor Herausforderungen – Deutsch wird kaum noch gesprochen. Gemeinsam mit zunehmender Kriminalität könnte es politisch zu einem Erdbeben kommen. Wie gehen die politischen Bewerber damit um? Diese und andere drängende Fragen haben wir den Spitzenkandidaten im Bezirksrat gestellt.

In Teil 1 der Bezirksserie haben wir uns Favoriten im Wandel der Zeit angesehen. Die Herausforderungen des Multikulti-Bezirks sind geblieben, diesmal werfen wir auch einen Blick auf die Schulen. Und hier zeichnet sich ein dramatisches Bild ab.

(Bild: Krone KREATIV/Groh Klemens, ÖVP Wien, SEPA.Media | Michael Indra, Karo Pernegger, NEOS)
(Bild: Krone KREATIV/Groh Klemens, ÖVP Wien, SEPA.Media | Michael Indra, Karo Pernegger, NEOS)
(Bild: Krone KREATIV/Groh Klemens, ÖVP Wien, SEPA.Media | Michael Indra, Karo Pernegger, NEOS)
(Bild: Krone KREATIV/Groh Klemens, ÖVP Wien, SEPA.Media | Michael Indra, Karo Pernegger, NEOS)

Wenig überraschend ist Favoriten unter den Top 5 der Bezirke mit den meisten nicht deutschsprachigen Kindern in den Klassen. Lehrer beklagen seit Langem, dass Regelunterricht kaum noch möglich ist, altersgerechte Bildung weitgehend auf der Strecke bleibt. Was sagen die Spitzenkandidaten der jeweiligen Parteien dazu? Was wollen sie konkret umsetzen, damit die Lehrer und Schulen entlastet werden und normales Unterrichten wieder möglich ist?

Den Grünen zufolge muss das Problem schon im Kindergarten angegangen werden. Die FPÖ präsentiert eine ganze Liste an Forderungen: Sie wollen ein Deutsch-Screening für 3-Jährige, Deutschpflicht auch in der Schulpause sowie verpflichtende Kurse in den Sommerferien. Wer sich weigert, soll abgeschoben werden. Der Bezirksvorsteher wiederum sieht die Lösung in mehr Pädagogen.

Ein softeres Thema, aber nicht weniger von Bedeutung, ist die Kultur im Bezirk. Welche Vorstellungen haben die Politiker? Die ÖVP will eine Kulturhalle vor dem Kurpark Eingang.

Spannung vor der Wahl: Kann sich SPÖ halten?
Kommen wir zum Politischen. Bei der Wien Wahl 2020 erzielte SPÖ in Favoriten das beste Ergebnis mit 39,5 Prozent der Stimmen. Die FPÖ erreichte 15,8 Prozent, die ÖVP 14,2 und die Grünen 12,3 Prozent, die NEOS 6,7 Prozent. Seit der letzten Wahl ist in Favoriten einiges passiert, wie vielfache Messerstechereien.

Den Thron verteidigen
Das hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass das Nationalratswahlergebnis ganz anders ausfiel: Mit 28,8 Prozent der Stimmen landete die FPÖ auf dem ersten Platz. Natürlich lässt sich das nicht mit der Landtagswahl vergleichen, jedoch hat sich auch in Favoriten der Wind gedreht. Bestes Beispiel ist die Fairness-Tour der Freiheitlichen, an der sich Hunderte Menschen beteiligten, während beim Stand der SPÖ nebenan nur eine Handvoll Menschen standen. Für den amtierenden roten Bezirksvorsteher wird es also alles andere als einfach, den Thron zu verteidigen.

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