Wenn man wissen will, wie die russisch-ukrainischen (indirekten) Verhandlungen in Saudi-Arabien abliefen, braucht man sich nur die Aussagen von Trumps Sondergesandten für Russland, Steve Witkoff, über seine Begegnung im Kreml mit Putin anzuhören. Sie zeugen von einer Ahnungslosigkeit und Naivität, die selbst die dümmste Kreml-Propaganda übertrifft.
Putin zeigte darin einmal mehr, was er beim KGB gelernt hat: Tarnen und Täuschen. So erwähnte er ganz beiläufig, nach dem Attentat auf Trump in einer Kirche für diesen gebetet zu haben. Witkoff revanchierte sich: Russisch sprechende Menschen in der Ukraine wollten eben zu Russland. (Ist Witkoff daher Brite?) Referenden (unter Besatzungsdruck) hätten das bestätigt.
Europa soll laut Trumps Golfpartner Witkoff allenfalls erst nach den Verhandlungen eingebunden werden. Diese Entfremdung zwischen den USA und dem alten Kontinent hat sich eigentlich schon seit der US-Invasion im Irak 2003 aufgebaut, (die in Europa auf Kritik gestoßen war); mal auf smarte Art wie von Präsident Obama, mal auf rüde Art, wie ich sie 2005 im Pentagon, dem US-Verteidigungsministerium, erfahren konnte.
Bei einem Termin 2005 zu einem Informationsgespräch über den Irak-Krieg rief der Wachhabende in einer Lautstärke, die man kaum überhören konnte, oben an: „Unten steht so einer von diesen europäischen Kapitulations-Affen“ („surrender monkeys“).
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