Die Posse um das Paracelsus-Pannenbad in der Stadt Salzburg ist wieder um eine Facette reicher: Die Baufirma, die unter anderem für die mangelhafte Deckenkonstruktion verantwortlich ist, kann die Kosten für die Mängelbehebung nicht alleine tragen. Also muss die Stadt einspringen …
Warum in einem Schwimmbad 7200 Schrauben in der Decke verarbeitet wurden, die gegen Chlor und Wasserdampf nicht ausreichend beständig sind, kann sich eigentlich niemand erklären. Nichtsdestotrotz ist genau dieser Fehler der Baufirma im Paracelsus-Bad dafür verantwortlich, dass die Decke nicht den Sicherheitsbestimmungen entspricht und das Bad schon einmal für 400 Tage geschlossen wurde. Man bedenke: Bei einem Bau, der die Stadt 60 Millionen Euro kostete.
Die Stadt wollte sich bei der Sanierung eigentlich nicht beteiligen, schließlich müsse die Firma für die fehlerhafte Konstruktion aufkommen. Nun ist wieder alles anders: Das Magistrat befürchte laut einem Amtsbericht, dass die Baufirma pleitegehen könnte und ein Neuauftrag an eine andere Firma die Kosten noch weiter in die Höhe treiben könnte. Darum müsse die Stadt einspringen. Kolportiert werden 500.000 Euro Kostenbeteiligung in einem ersten Schritt und eine „Erfolgsprämie“ in Höhe von 250.000 Euro.
Die Decke soll über den kommenden Sommer saniert werden. Interimistisch wurde ein Sicherheitsnetz angebracht. Ob dies das letzte Kapitel des Paracelsus-Pannenbades ist, bleibt abzuwarten.
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