Österreichs Riesentorläufer haben die Saison mit Stefan Brennsteiner auf Platz fünf und Marco Schwarz auf Platz sechs beendet. Feiern durften am Mittwoch einmal mehr die Schweizer Männer, die in Sun Valley durch Loic Meillard und Marco Odermatt (+0,95 Sek.) den zehnten Doppelsieg 2024/25 einfuhren. Dritter wurde Henrik Kristoffersen (+1,14) unmittelbar vor Lucas Pinheiro Braathen (+1,33).
Vier ÖSV-Läufer hatten sich für das Finalrennen qualifiziert. Patrick Feurstein hielt sich auf Platz elf, Weltmeister Raphael Haaser schied als Halbzeit-17. früh im zweiten Lauf aus. Brennsteiner, der Halbzeit-Fünfte, haderte im ORF-Interview mit einem großen Fehler im oberen Teil.
„Jetzt bin ich wieder einmal bei meinem fünften Platz, auf dem ich heuer sehr oft war.“ Der „richtige Ausreißer“ der Saison sei ihm nicht gelungen. „Ich muss mich einfach über den Sommer in der Vorbereitung noch einmal weiterentwickeln, dass ich konstant ganz vorne sein und mir gewisse Fehler leisten kann.“
Nur zwei Weltcup-Stockerl und WM-Gold
Schweizer und Norweger (exklusive Braathen) holten 20 der möglichen 27 Stockerlplätze dieser Riesentorlauf-Weltcupsaison (9 Rennen). Österreichs Männer standen nur in Val d‘Isere mit Feurstein (2.) und Brennsteiner (3.) auf dem Podest. Das entspricht der schwächsten Ausbeute seit 2021, als Brennsteiner zwei dritte Plätze belegt hatte. Seit dem Rücktritt von Marcel Hirscher 2019 gab es nur einen Sieg durch Schwarz (2023). Im wichtigsten Rennen allerdings, dem WM-Rennen im Februar, setzte sich der im Weltcup noch sieglose Haaser die Krone auf.
Meillard nutzte seine Spätform zum dritten Sieg binnen weniger Tage, fünf seiner nun sieben Weltcupsiege hat er erst im März gefeiert. Am Donnerstag kämpft er gegen Kristoffersen um die kleine Slalomkugel wie auch um Platz zwei hinter Odermatt im Gesamtweltcup. „Henrik hat auch gezeigt, dass er noch in Form ist. Es wird ein schöner Kampf sein, wir beiden eine schöne Show zeigen.“
Hier der Endstand:
Blattgold-Helm für „Odi“
Für den Gesamtweltcupsieger Odermatt indes ist die Saison vorbei. Wie im Vorjahr holte er vier Kugeln. Dahinter stecke knochenharte Arbeit. „Sich da immer zu motivieren, zu pushen und die Energie zu finden, ist unglaublich“, erinnerte Odermatt, der mit einem besonderen Blattgold-Helm, ein Geschenk seines Sponsors, unterwegs war.
Ein leichter Saisonschluss war den 27 Teilnehmern – darunter die (chancenlosen) Schweizer Abfahrer und 500-Punkte-Fahrer Franjo von Allmen, Alexis Monney und Stefan Rogentin – nicht vergönnt. Auch bei den Spezialisten stieß der erste Lauf, der stark drehend und mit wenig Torabstand gesteckt war, auf wenig Gegenliebe. „Es ist eine Würgerei von oben bis unten. Wenn die Pistenverhältnisse so sind, ist es vielleicht nicht notwendig so eine Kurssetzung zu machen, aber fahren muss man alles“, meinte etwa Schwarz.
Schwarz freut sich auf die Pause
Am Kurs eines ÖSV-Trainers setzte der Kärntner aber noch erfolgreich zum Satz nach vorne an. Dank Laufbestzeit, die er sich mit Odermatt teilte, machte er acht Plätze gut. „Ich bin halbwegs zufrieden mit der Leistung“, sagte Schwarz am Ende seiner Comebacksaison, die Qualifikation für das Slalom-Finale am Donnerstag hat er verpasst.
„Ich möchte mich bei all jenen bedanken, die mir geholfen haben, es durch die Saison zu schaffen. Es war eine schwere Saison.“ Der Schnauzbartträger („der Cowboy-Style passt gut zu Amerika“) freute sich auf ein wenig Abstand vom Rennbetrieb. „Ich muss dem Körper einfach Pause geben, dass er sich 100 Prozent erholen kann.“
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