Über die Straße ragt die neue „Pipeline“ in der Waldviertler Braustadt Zwettl. Die 23 Meter lange Rohrbrücke ist ganze 33 Tonnen schwer und verbindet das neue Abfüllzentrum mit dem Brauhaus. Welche beeindruckenden Zahlen der Bau sonst noch liefert und wie die Montage ablief – die „Krone“ hat die Bilder. Prost!
Bis zu 36.000 Flaschen pro Stunde kann die Privatbrauerei Zwettl mit ihrer neuen Anlage abfüllen – das sind fast 300.000 Flaschen an einem Acht-Stunden-Arbeitstag. Dafür wurde das Lager, das sich auf der anderen Straßenseite befand, abgesiedelt und eine 23 Meter lange „Bier-Pipeline“ errichtet. Bei der Installation vor wenigen Tagen mussten zwei Schwerlastkräne die 33 Tonnen schwere Rohrbrücke anheben.
150.000 Liter Bier und vieles mehr
Die „Pipeline“ ist deshalb so schwer, weil sie pro Tag nicht nur 150.000 Liter Bier, sondern auch zahlreiche Leitungen sowie Kabel für Heiz-, Warm-, Frisch- und Abwasser eingebaut hat. Zusätzlich sind die Leitungen mit Blech und Aluminium ummantelt und isoliert.
Und natürlich gibt es Vorkehrungen, damit manch findiger Genießer des Gerstensaftes nicht doch auf die Idee kommen sollte, bei der „Pipeline“ einen „Bypass“ zu legen. Die Brücke über die Ottenschläger Straße wird übrigens von zwei Säulen im Außenbereich getragen.
Abfüllanlage um 21 Millionen Euro
Für das neue Abfüllzentrum nahm die Zwettler Brauerei insgesamt 21 Millionen Euro in die Hand und kann damit jetzt nicht nur 20 Prozent mehr, sondern auch 0,33 Liter Mehrweg-Glasflaschen abfüllen. „Wir errichten im oberen Waldviertel damit die modernste Glas-Abfüllanlage des gesamten Landes“, meint Brauerei-Chef Karl Schwarz stolz.
Besuchersteg in sechs Metern Höhe
Ab Herbst können Bierliebhaber das neue Abfüllzentrum im Rahmen einer Brauereiführung besuchen. Von einem neuen Besuchersteg in sechs Metern Höhe können sie sich dann dort selbst ein Bild von den Abläufen bei der Produktion des edlen Gerstensaftes machen. René Denk
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