In den Saisonen 2022/23 und 23/24 machten es Ried und Austria Lustenau dem SCR Altach ziemlich leicht, die Klasse zu halten. Dabei waren die zwei Spieljahre aber absolute Magerkost – nur zwölf Siege feierten die Rheindörfler in 64 Bundesliga-Partien.
Miroslav Klose als neuer Trainer hieß im Sommer 2022 die Antwort auf die Altacher Dauerkrise. Sportchef Werner Grabherr lotste den deutschen Weltstar ins Ländle. Aber auch der Rekordtorschütze der DFB-Nationalmannschaft vermochte den Vorarlbergern keine offensive Durchschlagskraft einzuimpfen. Als es nicht lief, zog Grabherr nach wüsten Angriffen gegen seine Person die Reißleine, Georg Festetics folgte.
Für Klose endete das Abenteuer Altach eine Runde vor Ende des Grunddurchgangs auf dem letzten Tabellenplatz. Für die zehn Playoffspiele wurde Ex-Trainer Klaus Schmidt zurückgeholt. Dessen Bilanz ist einzigartig: Elf Punkte in den zehn Spielen reichten zum Klassenerhalt, weil Ried noch weniger Punkte holte. Die Rheindörfler siegten in der drittletzten Runde in Ried 1:0 und waren damit durch. Nach einem minimalistischen Playoff: zwei Siege, fünf Remis, Tordifferenz 7:9!
Die Altacher wollten Schmidt halten, aber der winkte ab: Die Playoffs hatten ihm alles abverlangt. Zudem stand ein Engagement als Co-Trainer von Adi Hütter an. Die beiden sind später in Monaco gelandet.Alles neu im Sommer 2023Coach Joachim Standfest – unter Schmidt schon Co-Trainer – und Sportdirektor Roland Kirchler hieß die neue sportliche Führung. Der schon bald klar wurde, dass man einer recht geruhsamen Saison entgegensteuerte. Das lag freilich nicht an der eigenen Stärke, sondern an der Schwäche des Lokalrivalen Austria Lustenau. Gegen den man im Jahr zuvor kein einziges Duell gewonnen hatte.
Drei Siege und ein Remis gegen die Grünweißen waren in dieser Saison die Basis für den Ligaerhalt. Die Standfest-Elf ging mit vier Punkten Vorsprung in die Qualirunde, beendeten diese mit fünf Zählern Vorsprung auf Lustenau. Zwischenzeitlich wurde es dank einer Austria-Aufholjagd noch eng. Mit einem 1:0-Sieg in Tirol in der drittletzten Runde entledigte sich Altach aller Abstiegssorgen.
Neben den drei Siegen gegen Lustenau gewann Altach nur noch zweimal gegen Tirol und einmal gegen Austria Wien. Man holte nur zwölf Siege in zwei Saisonen und war in der Kategorie sportliche Magerkost angekommen.
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