BIP geht zurück

Wirtschaftsforscher erwarten wieder Rezessionsjahr

Wirtschaft
27.03.2025 10:14

Die Wirtschaftsforscherinnen und Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS haben ihre Konjunkturprognose für 2025 massiv gesenkt. Sie prognostizieren einen Rückgang um 0,3 beziehungsweise 0,2 Prozent. Im Dezember waren sie noch von einem Wirtschaftswachstum von 0,6 beziehungsweise 0,7 Prozent ausgegangen.

„Die Budgetkonsolidierung durch die neue Bundesregierung dämpft dabei das Wachstum um 0,3 Prozentpunkte“, rechnet das Institut für Höhere Studien (IHS) vor. „Die heimische Wirtschaft sollte ab Mitte 2025 die längste Rezession der Zweiten Republik überwunden haben“, schreibt das Wifo in seiner Prognose. Im Jahr 2023 schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Österreich um ein Prozent und 2024 um 1,2 Prozent.

Heuer soll das Budgetdefizit die Maastricht-Grenze von drei Prozent des BIP überschreiten und trotz Sparpakets bei 3,3 (Wifo) oder 3,2 (IHS) Prozent liegen. Damit würde Österreich drei Jahre lang gegen die Schuldenregeln der EU verstoßen.

Hier sehen Sie, wie sich das Wirtschaftswachstum seit 1970 entwickelt hat:

Auslaufen der Strompreisbremse treibt Teuerung an
Die Teuerung sank im Vorjahr auf 2,9 Prozent und soll heuer bei 2,7 beziehungsweise 2,9 Prozent liegen. Das Auslaufen der Strompreisbremse sowie die höheren Netzentgelte bei Strom und Erdgas haben die Teuerung steigen lassen.

Der Arbeitsmarkt ist laut den Ökonominnen und Ökonomen „angesichts der Dauer und Schwere der Rezession relativ robust“. Die Arbeitslosenquote wird nach nationaler Berechnung um 0,3 beziehungsweise 0,5 Prozentpunkte ansteigen.

So sieht die Budgetprognose bis 2026 aus:

Weniger Steuereinnahmen
Die anhaltende Konjunkturschwäche dämpft die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand und erschwert damit die Budgetsanierung. Die neue Regierung hat sich auf ein Sparpaket von mehr als 6,3 Milliarden Euro für 2025 und 8,7 Milliarden Euro für 2026 geeinigt, beispielsweise durch das Abschaffen des Klimabonus sowie Einsparungen bei Förderungen. Ursprüngliches Ziel war, ein EU-Defizitverfahren abzuwenden. Das wird angesichts der aktuellen Wirtschaftsslage nun immer schwieriger.

„Da der geplante Doppelhaushalt 2025/26 noch nicht ausverhandelt ist, bleibt die Einschätzung der Entwicklung der öffentlichen Haushalte allerdings mit hoher Unsicherheit behaftet“, gibt das IHS in seiner am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturprognose zu bedenken.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.



Kostenlose Spiele
Vorteilswelt