Imposante Zahlen gab es bei der Bilanz und dem Ausblick der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren in Klagenfurt. Die Feuerwehrleute haben insgesamt 3160 Einsätze bewältigt, 152 Personen gerettet. Und die Herausforderungen werden immer größer.
Eindrucksvolle Zahlen gab es bei der Bilanz der Berufsfeuerwehr Klagenfurt. Die 81 Feuerwehrleute haben 2613 Einsätze bewältigt, 1145 Mal wurden Brände gelöscht. 32.241 Stunden haben sie gearbeitet, 152 Personen wurden aus Wracks gerettet. 79 Tiere hat man gerettet, etwa ein Reh aus dem Pool geholt. Und der Trend geht nach oben. Im Vorjahr 2023 wurden 104 Personen gerettet. Die Feuerwehrleute haben mit 18.387 Mannschaften 29.127 Kilometer zurückgelegt, 250 Mal pro Monat rücken sie aus.
Es kam zu 4790 Brandmeldealarmen, 69 entpuppten sich als tatsächlicher Brand. Die Feuerwehr rückte zu 15 Pkw-Bränden und 137 Heimrauchmeldeeinsätzen aus. Mittlerweile gibt es neun Jugend-Feuerwehren mit 145 Mitgliedern.
„Die Natur-Herausforderungen werden immer größer“, sagt Bürgermeister Christian Scheider, der schon seit 2001 Referent ist. Bei den Überschwemmungen in Niederösterreich halfen auch Kärntner mit. „Würden wir bei den Einsätzen andere Dienste holen, hätten wir die 20-fachen Ausgaben.“ Von den 1466 technischen Einsätzen waren 398 Wohnungsöffnungen, 105 Aufzugsöffnungen, 105 Verkehrsunfälle und 31 Tauch- und Wasserdienst-Einsätze.
Auch die zehn Freiwilligen Feuerwehren haben 552 Mitglieder, darunter 66 Damen. Bei der Berufsfeuerwehr ist noch keine Frau im Einsatz. Die Maßstäbe sind zu hoch, es scheitert bei den körperlichen Tests. Aber viele Frauen helfen im Umfeld der Feuerwehren mit.
Älteste Feuerwehr Österreichs
Die freiwilligen Helfer waren bei 283 Bränden, hatten 547 Einsätze und waren 6666 Stunden im Einsatz. Die Hauptwache ist 160 Jahre alt und damit die älteste Feuerwehr in ganz Österreich. Auch Dompfarrer Peter Allmaier und FP-Stadträtin Sandra Wassermann sind bei der Hauptwache.
Spektakuläre Einsätze wie der Bootshausbrand in Sekirn, bei dem vom Wörthersee aus gelöscht wurde, bleiben unvergesslich. Branddirektor Herbert Schifferl, der noch in der Ausbildung ist, wurde als Leiter der Feuerwehr fix angestellt.
Rechnungshof prüft
Der Rechnungshof prüft die 180.000 Überstunden, die vor allem während der Pandemie angefallen sind. Auch am Mittwoch hat der Rechnungshof direkt bei der Berufsfeuerwehr in der Hans-Sachs-Gasse kontrolliert. „Hoffentlich werden unsere Einsätze beim Rechnungshofbericht relativiert“, sagt Schifferl.
Künftig könnten mehr freiwillige Kameraden statt der Berufsfeuerwehr bei KAC-Spielen oder im Wörtherseestadion im Einsatz sein. Das kommt billiger und die Freiwillige Feuerwehr hilft gerne mit.
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