Stichwahlen 2025

Primeln und Riebel als Wahlzuckerl in Feldkirch

Vorarlberg
29.03.2025 08:55

In der Montfortstadt will die ÖVP um Bürgermeister Manfred Rädler nichts anbrennen lassen. Doch abgeschrieben hat Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder (FPÖ) das Amt als Stadtchefin noch lange nicht.  

Wahlkämpfen ist eine Disziplin, welche die Mitglieder der Volkspartei recht gut beherrschen. Zu Hochform laufen Wallner & Co. immer dann auf, wenn – wie zuletzt bei der Landtagswahl – eine krachende Niederlage droht. Ordentlich aufmunitioniert hatten die Schwarzen am vergangenen Samstag in Feldkirch. Die Montfortstadt wurde mit Riebel und Landeshauptmann gegen die „blaue Gefahr“ in Gestalt von Andrea Kerbleder verteidigt.

Die geballte Macht der ÖVP: Landtagsabgeordnete Julia Berchtold, Bürgermeister Manfred Rädler und Landeshauptmann Markus Wallner (v.l.). (Bild: sos)
Die geballte Macht der ÖVP: Landtagsabgeordnete Julia Berchtold, Bürgermeister Manfred Rädler und Landeshauptmann Markus Wallner (v.l.).

Während ÖVP-Spitzenkandidat Manfred Rädler und Landeshauptmann Markus Wallner gemeinsam durch die Stadt flanierten, Gespräche mit Bürgern führten und zum Riebelessen auf dem Sparkassenplatz einluden, stand nur wenige Meter entfernt Andrea Kerbleder und verteilte leuchtend bunte Primeln. Gemeinsam mit zwei Helfer wirkte das blaue Aufgebot nicht allzu groß und wenig bedrohlich, misstrauische Blicke gab es dennoch. „Die Blauen haben heute schon in der ganzen Stadt Blumen verteilt“, wusste man bereits beim Nachbarstand der ÖVP.

Die Ausgangslage für Manfred Rädler ist indes nicht schlecht. Im ersten Wahldurchgang holte der ehemalige Freiheitliche 36,8 Prozent. Vizebürgermeisterin und ÖVP-Koalitionspartnerin Andrea Kerbleder überzeugte 27,5 Prozent der Feldkircher Wähler.

Andrea Kerbleder und die Freheitlichen verteilten Primeln. (Bild: sos)
Andrea Kerbleder und die Freheitlichen verteilten Primeln.

Schon vor der Stichwahl zeigte sich Rädler, der erst vor knapp einem Jahr das Bürgermeisteramt von Wolfgang Matt übernommen hatte, recht aktiv und war bei zahlreichen Eröffnungen und Spatenstichen anwesend.

Wohin tendieren die Wähler von Grünen, Neos und SPÖ?
Spannend wird die Frage, für welchen Kandidaten sich die Wähler der Grünen, der Neos und der SPÖ am Sonntag entscheiden. Der eine oder andere tat mit Blick auf Rädlers blaue Vergangenheit kund, dass man ja auch gleich das „blaue Original“ wählen könnte.

Gegen Kerbleder spricht die Tatsache, dass sie von der ÖVP früh als ernstzunehmende Gegnerin eingestuft wurde. Anders als Michael Ritsch 2020 in Bregenz und Dieter Egger 2015 in Hohenems dürfte sie es wesentlich schwerer haben, der ÖVP die nächste Stadt abzuluchsen.

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