Suche nach Nachfolger

Ski-Weltcup: Folgt dieser Ort auf Lienz?

Salzburg
29.03.2025 10:30

Nach dem endgültigen Aus von Lienz als Weltcup-Station sucht der österreichische Skiverband nach einem Nachfolger. Ein Wintersport-Ort lechzt schon lange nach der Rückkehr und liegt nun in einer guten Position für den Zuschlag. Auch die WM-Gemeinde Saalbach-Hinterglemm steht vor einer Rückkehr. 

Was die „Krone“ im Jänner berichtete, rückt durch das Ende von Lienz als Weltcuport näher: die Rückkehr von Zell am See in den Skizirkus! Konkret geht es um die Technik-Rennen der Damen Ende Dezember. „Zell ist ein heißer Kandidat“, sagt Vorstandsmitglied Fritz Unterganschnigg. Er bestätigt, dass es in den kommenden ein bis zwei Wochen Gespräche mit dem österreichischen Skiverband gibt. Mit am Tisch sitzen Tourismusverband, Gemeinde und Bergbahnen.

Start erst 2026
Was für die Bergstädter, die zuletzt in den 1970er-Jahren Ausrichter waren, spricht? „Wir haben hier alles, was man braucht“, ist sich Unterganschnigg sicher. Infrastrukturell sind die Bedingungen (Bettenanzahl, Größe der Region usw.) definitiv gegeben.

Ein weiterer Pluspunkt: die in Zell ansässige Familie Porsche. Diese ist eng verbunden mit Audi, dem Hauptsponsor des Weltcups. Gute Vorzeichen für die Rückkehr, die auf der „Areit“ im Stadtteil Schüttdorf stattfände. Dieses Comeback soll es, wegen des zu kurzfristigen Lienz-Endes, erst im Jahr 2026 geben. Für die kommende Saison steht im Raum, dass der Semmering einspringt. Die Niederösterreicher wechselten sich bisher im Zwei-Jahre-Rhythmus mit den Osttirolern ab.

Zuversicht in Flachau 
Schon im Dezember 2025 könnte der Herren-Tross nach Saalbach-Hinterglemm zurückkehren. Die Glemmtaler – die mit der diesjährigen WM bewiesen haben, dass sie es draufhaben – könnten Bormio ersetzen. Auf der „Stelvio“ finden kommenden Februar die olympischen Männer-Rennen statt. Der Ball liegt dem Vernehmen nach bei der Gemeinde. Aufgrund des Zeitpunktes, der in die Weihnachtsferien fällt, herrschen dort durchaus Zweifel an diesem Plan.

Guter Dinge ist man hingegen in Flachau. Die Genehmigung für den Ausbau der Flutlichtanlage liegt längst in der Schublade. Diesen Ausbau braucht es für einen Nacht-Riesentorlauf auf der Hermann-Maier-Weltcupstrecke. Die Pongauer warten nur mehr auf den neuen Kalender, der in wenigen Wochen bekannt wird. Dann stünde auch der Mini-WM mit allen vier Rennen binnen weniger Tage in Zauchensee und Flachau nichts im Wege. 

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