Bis Ende März braucht der insolvente Motorradhersteller KTM weiteres Geld, um den Betrieb im April und Mai zu sichern. Insgesamt werden dafür 100 Millionen Euro benötigt, die vom indischen Miteigentümer Bajaj in Aussicht gestellt worden sind. Noch sei das Geld nicht da. Man sei aber optimistisch, dass es demnächst komme, möglicherweise erfolge die Transaktion in zwei Tranchen.
Bajaj hat heuer bereits einmal 50 Millionen Euro zugeschossen, um die Produktion in Mattighofen wieder hochzufahren. Letzteres ist am 17. März geschehen. Nun braucht KTM aber weiteres Geld. Im Februar seien die insgesamt 150 Millionen Euro – ein Drittel für das Hochfahren und der Rest für den Betrieb im April und im Mai – per Vorstandsbeschluss in Aussicht gestellt worden.
Sanierungsverwalter optimistisch
Sanierungsverwalter Peter Vogl hat Vertrauen in die Inder, die immer zu ihrem Wort gestanden seien. Es sei in diesem Verfahren generell nichts Außergewöhnliches, dass Geld am letzten Tag einer Frist komme, eventuell aus Bilanzgründen bei Bajaj in zwei Tranchen.
600 Millionen Euro für Zahlung der Quote erforderlich
KTM will sich erst wieder ab 23. Mai zu der Sache äußern. Bis dahin muss die 30-prozentige Quote – insgesamt 600 Millionen Euro – an die Gläubiger ausbezahlt werden. Um dieses Geld aufzustellen, läuft eine Investorensuche. Es soll mehrere Interessenten geben.
Lagerbestand abgebaut
Wenige Wochen nachdem die KTM AG sowie ihre Töchter KTM Components GmbH und KTM Forschungs- und Entwicklungs GmbH am 29. November Insolvenz angemeldet hatten, war die Fertigung der Motorräder mit 13. Dezember eingestellt worden. Es erfolgte eine knapp dreimonatige Betriebsunterbrechung mit Lohn- und Gehaltskürzung, um den hohen Lagerbestand abzubauen. Nach Annahme des Sanierungsplanes mit einer Barquote von 30 Prozent für die Gläubiger und einer ersten Geldspritze von 50 Millionen Euro des Miteigentümers Bajaj Ende Februar sah man sich in der Lage, die Produktion zumindest im Einschichtbetrieb wieder hochzufahren. Dessen Vollauslastung will man innerhalb von drei Monaten erreichen.
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