Stefan Kaineder ist und bleibt die Nummer 1 bei den Grünen in Oberösterreich: Am Samstag stellte sich der Landesrat in Steyr seiner Wiederwahl, erreichte 95,9 Prozent. Er möchte die Partei 2027 als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen. Spekulationen um seine Bewerbung als Bundessprecher sind damit beendet.
Der 40-jährige Kaineder war der einzige Kandidat für diese Position und erhielt 95,9 Prozent der Stimmen. Landtagsabgeordnete Dagmar Engl und Klubobmann Severin Mayr wurden als Stellvertreter des Landessprechers wiedergewählt, Gabriela Schönberger zur Finanzreferentin bestellt. Die Landesversammlung stand unter dem Motto „Mutig vorangehen“, der gesamte Vorstand wurde neu gewählt.
„Schwarz-blaue Koalition ist behäbig“
Die oberösterreichischen Grünen seien ein Gegenpol zu Schwarz-Blau auf Landesebene, sagte Kaineder in seiner Rede. Die Koalition sei behäbig, sie verwalte, gestalte aber nicht. Die Grünen hätten derzeit Zulauf wie selten zuvor, meinte der Landessprecher. Zur neuen Koalition auf Bundesebene erklärte er, dass die Grünen diese unterstützen, aber nicht minder kontrollieren und kritisieren werden.
Kaineder als Spitzenkandidat für 2027 fix
„Vor allem wenn sie abgeht von einem effektiven Klimaschutz als weiter drängendste Herausforderung für die Menschheit. Wenn sie in dieser existenziellen Frage nach Jahren großer Errungenschaften wieder einschwenkt auf Beliebigkeit und Behäbigkeit. Das können wir uns nicht mehr leisten“, erklärte Kaineder. In Oberösterreich finden die nächsten Landtagswahlen im Jahr 2027 statt.
Beendet sind jetzt auch die Spekulationen um eine mögliche Nachfolge von Werner Kogler an der Bundesssspitze der Partei. Kaineder wurde immer wieder als einer der Wunschkanidaten ins Spiel gebracht, er möchte aber lieber in Oberösterreich bleiben, wo er mit seiner Familie lebt. Mit der Wiederwahl am Samstag hat sich der Plan, im Bund aufzusteigen, endgültig erledigt.
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