Steuergeld versenkt

Waggon-Café doch kein Alleingang von Mitarbeiter

Tirol
31.03.2025 15:29

Obwohl die ÖBB das Gegenteil beteuern: Die ÖBB-Bosse waren offensichtlich von Anfang an in das gescheiterte Projekt in Innsbruck eingebunden. Der entstandene Schaden liegt bei weit über 100.000 Euro.

„Die ÖBB sind in dieser Angelegenheit Geschädigte!“ ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair wies in der „Krone“ Vorwürfe zurück, die Bahn hätte beim Scheitern des Projekts eines Waggon-Cafés in Innsbruck Steuergelder quasi versenkt.

Abrupter Baustopp
Der historische Speisewagen hätte, wie berichtet, vor der Bundesbahndirektion aufgestellt werden sollen, darin wäre ein schickes Café untergebracht gewesen. Indes kam es 2022 zu einem abrupten Baustopp – laut Insidern wegen interner Intrigen gegen den Ideenlieferanten.

Nicht mit ÖBB abgestimmt?
Doch genau den macht die Bahn für das Scheitern verantwortlich. „Das Projekt war nicht mit der Unternehmensführung abgestimmt“, heißt es.

Laut Urteil doch kein Alleingang
Freilich: Der – inzwischen suspendierte – leitende Mitarbeiter schloss sich einer Klage der Baufirma gegen die ÖBB an und gewann. Das Urteil lässt nur den Schluss zu, dass es sich eben nicht um einen Alleingang gehandelt hat.

Kein Einspruch ÖBB-intern erhoben
Die Bosse waren ganz offensichtlich informiert – auch die Controllingabteilung. Denn in dem Urteil heißt es unter anderem sinngemäß: „Das Vorhaben ging an die Budgetverantwortlichen weiter, wo sich niemand dagegen gestellt hat. Generell wird ein Vorhaben dann weiterbearbeitet oder realisiert, wenn kein Einspruch erhoben wird.“

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