Es kam, wie es kommen musste: Der allergrößte Dealmaker der Welt fühlt sich plötzlich von Putin hinters Licht geführt. Wer hätte das geahnt?
Das kann noch böse Überraschungen bringen, wenn diese Hoppla-jetzt-komm-ich-Außenpolitik an die Wand der Realität crasht und der Wüterich im Weißen Haus durchdreht. Man weiß aus Erfahrung, welche Folgen narzisstische Kränkungen von Egomanen haben können.
Zuletzt hatte Putin den US-Präsidenten noch süß umgarnt, indem er unerwartetes Verständnis für dessen Griff auf die Arktisinsel Grönland „aus nationalen Sicherheitsgründen“ äußerte. Was Trump als Freundschaftsgeste verstanden haben mag, war ein vergiftetes Angebot.
Erstens: Du bekommst Grönland und wir die andere Hälfte der Arktis. Dort erhebt Russland schon lange Ansprüche. Begründung: Der russische Kontinentalsockel reiche bis zum Nordpol. Dort wurde auch schon ein Behälter mit der russischen Flagge abgesetzt.
Es geht um die wirtschaftliche Ausbeutung der Arktis (Öl, Gas). Auch wird die Nordpassage eine der wichtigsten Seefahrtsrouten nach der Eisschmelze durch den Klimawandel. Das verkürzt die Handelswege beträchtlich.
Zweitens: Das vom Trump-Regime ins Feld geführte Sicherheitsbedürfnis der USA bezüglich Grönlands entspricht jenem vom Putin-Regime geäußerten Sicherheitsbedürfnis Russlands. Motto: Dein Grönland ist meine Ukraine.
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.