Er gehörte zu den meistdiskutierten Hollywoodwerken der vergangenen Jahre – nicht jedoch wegen seines Inhalts: Der Western „Rust“ mit Alec Baldwin. Der Film, der ob eines Unfalls beim Dreh, infolgedessen die Kamerafrau Halyna Hutchins starb, unrühmliche Bekanntheit erlangte, kommt nun am 1. Mai in die heimischen Kinos.
Hutchins war bei den Dreharbeiten zu dem Western auf einer Filmranch in Santa Fe 2021 tödlich verletzt worden. Hauptdarsteller und Produzent Baldwin hantierte bei der Probe für eine Szene mit einer Waffe, als sich ein Schuss löste. Auch Regisseur Joel Souza, der das Werk nun vollendete, wurde bei dem Vorfall von dem Projektil an der Schulter getroffen und verletzt. Untersuchungen ergaben später, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte.
Die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed, die am Set für Waffensicherheit zuständig war, wurde im Frühjahr 2024 wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt.
Scharfe Munition nicht erklärt
Die Frage, wie die scharfe Munition ans Set gelangte, ist bis heute nicht geklärt. Gutierrez-Reed und Baldwin hatten die Schuld an dem Vorfall wiederholt von sich gewiesen. Baldwin war in einem separaten Verfahren ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Doch im Juli 2024 wurde der bereits angelaufene Prozess überraschend eingestellt.
Die Verteidiger hatten der Staatsanwaltschaft die Vorenthaltung von Beweismitteln und damit grobes Fehlverhalten vorgeworfen. Der Ehemann der Kamerafrau, Matthew Hutchins, hatte sich mit Baldwin und der Produktionsfirma außergerichtlich auf eine Entschädigung geeinigt.
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