Sozialdemokrat Markus Fäßler machte am Sonntag die Sensation perfekt und eroberte erstmals für die SPÖ die größte Stadt Vorarlbergs. Nun gehe es daran, sich neu zu sortieren und die Stadt vorwärts zu bringen:
Krone: Herr Fäßler, Ihr Wahlsieg ist noch keine 24 Stunden alt – wie gehts es Ihnen damit?
Markus Fäßler: Es ist natürlich noch alles frisch, neu und ungewohnt. Ganz große Aufgaben kommen nun auf mich zu. Derzeit bin ich noch am Sortieren, dann werde ich erst einmal mit den Rathaus-Mitarbeitern sprechen, mit dem Stadtparteiausschuss und natürlich mit den anderen Fraktionen.
Ihr Wahlerfolg erinnert ein wenig an jenen von Michael Ritsch im Jahr 2020 in Bregenz. Haben Sie sich schon mit ihm ausgetauscht, wie man mit Überraschungssiegen umgeht?
Michael Ritsch kam gestern noch vorbei und hat mir gratuliert, wirklich Zeit zum Reden hatten wir aber keine. Das wird aber noch kommen, er hat nun schon einige Erfahrung mit dem Bürgermeisteramt – und wir haben uns auch schon in der Vergangenheit gut ausgetauscht.
In der Gemeindevertretung ist die ÖVP mit 13 Mandaten die stärkste Fraktion, gefolgt von den Freiheitlichen mit 8, erst danach kommt die SPÖ mit 7 Mandaten. Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit vor?
Das ist noch offen, aber es ist mir wichtig, stabile Regierungsverhältnisse herzustellen. Wir haben große Herausforderungen zu bewältigen – das Geld ist knapp, wir müssen also klug unsere Prioritäten setzen. Deshalb möchte ich mit allen Fraktionen gemeinsam ein entsprechendes Programm zusammenstellen.
Welche sind Ihrer Meinung nach die drei größten Baustellen in Dornbirn
Darunter fällt auf jeden Fall das leistbare Wohnen, der gemeinnützige Wohnbau muss gestärkt werden, zudem müssen wir auch andere Wohnformen andenken, etwa Genossenschaftswohngen. Eine andere Baustelle ist die Sicherung der Gesundheitsvorsorge und schließlich muss auch die Infrastruktur in Dornbirn weiter vorangebracht werden. Da denke ich insbesondere an den Standort Dornbirn in Sachen Arbeit und auch die Sportstätten. Ich bringe jedenfalls viel Demut vor dem Amt mit und freue mich gleichzeitig darauf.
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