Tag zwei der Ukraine-Mission rund um Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und die IV-NÖ führte zur Unterzeichnung von vier wichtigen Arbeitsübereinkommen mit ukrainischen Partnern und bot Eindrücke in den Kriegsalltag rund um Kiew.
Ein dichtes Programm absolvierte die Wirtschaftsdelegation rund um Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und IV-Präsident Kari Ochsner am zweiten Tag ihres Kiew-Besuches. Gespräche mit Ministerpräsident Denys Schmyhal, Infrastrukturminister Dmytro Kuleba und Energieminister German Galushchenko standen auf der Tagesordnung. Ziel: die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Niederösterreich zu vertiefen und den Wiederaufbau in der Ukraine nachhaltig für beide Seiten zu gestalten. Mit der wichtigen Botschaft von Mikl-Leitner: „Wir lassen die Ukraine nicht im Stich.“
Unterzeichnung wichtiger Übereinkommen
Ein wichtiger Schritt für die Zusammenarbeit wurde mit der Unterzeichnung von vier sogenannten „Memorandums of Understanding“ (MoUs) zwischen österreichischen und ukrainischen Partnern gesetzt. Ziele dabei sind unter anderem Kooperationen in den Bereichen Energieeffizienz, grüne Technologien, Partnerschaften zum Wiederaufbau der ukrainischen Flughafeninfrastruktur, die Entwicklung eines Wasserstoffprojekts sowie eine strategische Kooperation zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors.
Wir sehen im Wiederaufbau große Chancen, die auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Österreich und in der Ukraine beitragen könnten.
IV-NÖ Präsident Kari Ochsner
Wir sind tief beeindruckt von alledem, was wir hier gesehen haben. Wir haben sehr viel Leid, zerstörte Häuser und zerstörte Infrastruktur gesehen. Aber auch sehr viel Kraft und Optimismus.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Tiefe Einblicke in das Kriegsland Ukraine
Aber nicht nur Geschäfte wurden geplant, sondern auch Einblicke in das vom Krieg gebeutelte Land gewährt. Am Militärflughafens Hostomel nahe Kiew sind noch immer die Spuren des russischen Angriffs vom 24. März 2022 zu sehen. Der Angriff scheiterte zwar, trotzdem entstanden enorme Schäden an der Infrastruktur, vor allem am Hangar und der darin befindlichen Flugzeuge. Die Antonow An-225 „Mrija“, das seinerzeit größte Frachtflugzeug der Welt, wurde dabei fast vollständig zerstört.
Weiterer Tagesordnungspunkt: der Besuch des Örtchens Moschtschun. Auch hier griffen die Russen bei ihrem Versuch, Kiew einzunehmen, im März 2022 an. 80 ukrainische Soldaten kamen dabei ums Leben, zahlreiche Häuser wurden zerstört. Am Denkmal der gefallenen Verteidiger wurden von den Teilnehmern der Delegation sowie von Mikl-Leitner Blumen niedergelegt und der Verstorbenen gedacht.
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