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Burgenlands Teenager trinken den meisten Alkohol

Burgenland
02.04.2025 06:00

Die ESPAD-Erhebung ist die weltweit größte Schülerbefragung zum Konsum von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen. Auch im Burgenland wurde dafür mit 403 Schülern der neunten und zehnten Schulstufe eine repräsentative Stichprobe durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend. 

In keinem anderen Bundesland wird unter 14- bis 17-Jährigen mehr Alkohol konsumiert als im Burgenland. 85 Prozent der Jugendlichen haben schon mal Alkohol getrunken, 79 Prozent sogar unter dem gesetzlichen Schutzalter von 16 Jahren. Während Schüler im Rest von Österreich „nur“ 64 Gramm Alkohol pro Woche zu sich nehmen, liegt die Menge hierzulande bei 85 Gramm pro Woche!

Fast die Hälfte aller befragten Teenager konsumierten im letzten Monat bei einer Trinkgelegenheit fünf Getränke – das entspricht etwa fünf Flaschen Bier oder fünf Achterl Wein. Ein Fünftel erlebte mindestens einen starken Rausch. Aufgrund der Anzahl an starken Räuschen, der hohen Frequenz an Konsumtagen (mehr als 20 Gelegenheiten pro Monat) und der hohen durchschnittlichen Menge wirkt sich der Alkoholkonsum bei mehr als jedem zehnten befragten Schüler als problematisch aus, wobei Mädchen ein riskanteres Trinkverhalten haben als Buben.

Soziale Komponente
Die meisten Schüler trinken übrigens, „weil es Spaß macht“ oder „hilft, auf Partys Spaß zu haben“, „weil es soziales Beisammensein unterhaltsamer macht“ und sie „die Wirkung mögen.“ Nur jeweils zwei Prozent der Mädchen und Burschen greifen zur Flasche, um gemocht zu werden und sich nicht ausgeschlossen zu fühlen.

E-Zigarette hat „Tschick“ abgelöst
Dafür sagen burgenländische Schüler im Vergleich zu Gleichaltrigen in den anderen Bundesländern öfter „nein“ zu tabak- und nikotinhaltigen Produkten. Am häufigsten konsumiert werden E-Zigaretten, gefolgt von herkömmlichen Zigaretten und Nikotinbeuteln. Wobei ein Drittel, das Letzteres schon ausprobiert hat, auch angab, sich nach dem Konsum übergeben zu haben. Auch beim Nikotinkonsum haben Mädchen jedenfalls die Nase vorn. Bei den 14- und 15-Jährigen greifen bereits zwölf Prozent täglich zur Tschick, bei den 16- und 17-Jährigen ist es bereits mehr als jede bzw. jeder Fünfte. 83 Prozent pofeln, um sich zu entspannen, 78 Prozent, um Rauchverbote zu umgehen und 72 Prozent wegen des „Kicks“.

Jugendliche bevorzugen immer öfter Elektro-Glimmstängel. (Bild: aleksandr_yu - stock.adobe.com)
Jugendliche bevorzugen immer öfter Elektro-Glimmstängel.
15 Prozent der Mädchen nutzen Social Media in einer Weise, die bereits problematisch ist. (Bild: LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com)
15 Prozent der Mädchen nutzen Social Media in einer Weise, die bereits problematisch ist.

Experimente mit Drogen und Medikamenten
Knapp über 15 Prozent der burgenländischen Schüler haben außerdem schon Cannabis ausprobiert, rund vier Prozent Kokain, Ecstasy, LSD, Crack, Heroin, Amphetamine oder Magic Mushrooms. 14 Prozent nahmen ohne ärztliches Anraten Schlaf- und Beruhigungsmittel ein. Manche Schüler haben zudem legale Produkte wie Lachgas oder Schnüffelstoffe als Rauschmittel missbraucht.

44 Prozent der Burschen verbringen ihre Freizeit mit Energydrinks und Chips vor dem Computer oder Handy. (Bild: Monkey Business - stock.adobe.com)
44 Prozent der Burschen verbringen ihre Freizeit mit Energydrinks und Chips vor dem Computer oder Handy.

Pathologische Spielsucht nicht weit
Alarmierend ist auch der deutliche Anstieg der Glücksspielteilnahme unter männlichen Jugendlichen sowie die problematische Nutzung von Gaming. Ein Drittel unserer Schüler spielt (fast) täglich digitale Spiele – jeder Zehnte vier Stunden oder länger. Aufgrund der hohen Intensität zeigen sich bei sechs Prozent bereits Indizien für eine Verhaltensabhängigkeit. Was die riskante Social-Media-Nutzung betrifft, sind Mädchen sogar viermal mehr gefährdet als Buben.

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